800-Meter-Lauf - LinkFang.de





800-Meter-Lauf


Der 800-Meter-Lauf ist eine Disziplin in der Leichtathletik. Zusammen mit dem 1500-Meter-Lauf und dem Meilenlauf gehört er zu den Mittelstrecken.

Im Wettkampf sind zwei ganze Stadionrunden zu laufen. Um Drängeleien zu vermeiden, wurden seit den Olympischen Spielen 1960 die ersten 100 Meter, also die Strecke bis nach der ersten Kurve, in Bahnen gelaufen. Danach ist durch eine gekrümmte sogenannte Übergangslinie die Stelle markiert, an der der Läufer seine Bahn verlassen darf.

Die Läufer starten im Stehen, also im Hochstart. Gelegentlich, wenn die Anzahl der Einzelbahnen nicht ausreicht, laufen zwei Läufer je Bahn.

Die schnellsten Männer erreichen Zeiten von ca. 1:42 Minuten (Weltrekord: 1:40,91 min), das entspricht 7,84 m/s oder 28,23 km/h.

Die schnellsten Frauen erreichen Zeiten von ca. 1:54 Minuten (Weltrekord: 1:53,28 min), das entspricht 7,01 m/s oder 25,26 km/h.

Der 800-Meter-Lauf ist eine der ältesten Wettkampfstrecken und steht bei den Männern seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, 1896 im Programm. Für Frauen wurde er einmal ebenfalls zu den ersten Spielen mit Frauenbeteiligung (1928) ausgetragen, danach erst wieder ab 1960.

Geschichte

Der 800-m-Lauf ist von der Strecke der halben englischen Meile abgeleitet (880 Yards oder 804,67 m), die zuerst in Großbritannien um 1830 im Wettkampf gelaufen wurde.

Lange Zeit war es üblich, die erste Runde sehr schnell zu laufen, bis man erkannte, dass sich bessere Zeiten erzielen lassen, wenn beide Runden möglichst in der gleichen Zeit gelaufen werden. Dem Briten Tommy Hampson gelang es auf diese Weise, erstmals unter 1:50 Minuten zu bleiben: Er lief am 2. August 1932 die 800 Meter in 1:49,7 min mit Rundenzeiten von 54,8 Sekunden und 54,9 Sekunden.

Seit Ende der 1930er Jahre waren Intervallläufe das bevorzugte Trainingsmittel. Dabei werden Strecken, die kürzer als die Wettkampfstrecke sind, häufig und mit nur kurzen Erholungspausen wiederholt, also z. B. 50-mal 100 Meter oder 20-mal 200 Meter. Dem Deutschen Rudolf Harbig gelang mit der Intervallmethode unter seinem Trainer Woldemar Gerschler am 15. Juli 1939 eine Weltrekordzeit von 1:46,6 min.

Seit Beginn der 1960er Jahre wurde das Intervalltraining durch Ausdauertraining verdrängt. Bei den Olympischen Spielen 1960 gewann der Neuseeländer Peter Snell als bis dahin kaum bekannter Läufer die Goldmedaille über 800 Meter, nachdem er nach der Ausdauermethode von Arthur Lydiard trainiert hatte. Vier Jahre später konnte er bei den Olympischen Spielen 1964 sowohl über 800 und 1500 Meter die Goldmedaille erringen.

Sebastian Coe war einer der ersten, der sich von der eher ausdauerorientierten Methode Lydiards abwandte und ein komplexeres Training mit geringerem Umfang (Multi-Stufen-Training) einschlug. Coe konnte damit den 800-m-Weltrekord bis auf 1:41,73 min verbessern.

Der 800-Meter-Lauf der Frauen wurde bei den Olympischen Spielen 1928 erstmals ins Wettkampfprogramm aufgenommen, aber danach sofort wieder gestrichen, weil den anwesenden Funktionären und Journalisten die Teilnehmerinnen zu erschöpft schienen. Danach wurde die Strecke noch bei den Frauenweltspielen gelaufen – letztmals 1934, so dass es danach für Frauen keine hochrangigen Mittelstreckenwettkämpfe mehr gab. Seit 1954 gehört der 800-Meter-Lauf wieder zum Programm der Leichtathletik-Europameisterschaften, seit 1960 laufen die Frauen die Strecke wieder bei Olympischen Spielen.

In die Rekordlisten werden auch Zeiten aufgenommen, die bei 880-Yards-Rennen (804,68 m) erzielt wurden.

Meilensteine

  • Erster offiziell von der IAAF anerkannter Weltrekord: 1:51,9 min, Vereinigte Staaten 48 Ted Meredith, am 8. Juli 1912
  • Erster Mann unter 2 Minuten: 1:59,8 min, Vereinigtes Konigreich Arthur Pelham, am 26. März 1873
  • Erster offizieller Frauen-Weltrekord: 2:30,4 min, Frankreich Georgette Lenoir, am 20. August 1922
  • Erste Frau unter 2 Minuten: 1:59,1 min, Korea Nord Shin Kim Dan, 12. November 1963 (kein offizieller Weltrekord)
  • Männer-Weltrekord mit dem längsten Bestand: 1:41,73 min, Vereinigtes Konigreich Sebastian Coe am 10. Juni 1981, verbessert durch Danemark Wilson Kipketer am 13. August 1997
  • Frauen-Weltrekord mit dem längsten Bestand: 1:53,28 min, Tschechoslowakei Jarmila Kratochvílová, seit 26. Juli 1983

Erfolgreichste Sportler

Statistik

Medaillengewinner der Olympischen Spiele

Männer

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1896 Australien Edwin Flack Ungarn 1867 Nándor Dáni Erste Hellenische Republik Dimitrios Golemis
1900 Vereinigtes Konigreich Alfred Tysoe Vereinigte Staaten John Cregan Vereinigte Staaten 45 David Hall
1904 Vereinigte Staaten 45 James Lightbody Vereinigte Staaten 45 Howard Valentine Vereinigte Staaten 45 Emil Breitkreutz
1906 Vereinigte Staaten 45 Paul Pilgrim Vereinigte Staaten 45 James Lightbody Vereinigtes Konigreich Wyndham Halswelle
1908 Vereinigte Staaten 46 Mel Sheppard Italien 1861 Emilio Lunghi Deutsches Reich Hanns Braun
1912 Vereinigte Staaten 48 Ted Meredith Vereinigte Staaten 48 Mel Sheppard Vereinigte Staaten 48 Ira Davenport
1920 Vereinigtes Konigreich Albert Hill Vereinigte Staaten 48 Earl Eby Sudafrika 1912 Bevil Rudd
1924 Vereinigtes Konigreich Douglas Lowe Schweiz Paul Martin Vereinigte Staaten 48 Schuyler Enck
1928 Vereinigtes Konigreich Douglas Lowe Schweden Erik Byléhn Deutsches Reich Hermann Engelhard
1932 Vereinigtes Konigreich Tommy Hampson Kanada 1921 Alex Wilson Kanada 1921 Phil Edwards
1936 Vereinigte Staaten 48 John Woodruff Italien 1861 Mario Lanzi Kanada 1921 Phil Edwards
1948 Vereinigte Staaten 48 Mal Whitfield Jamaika Arthur Wint Frankreich Marcel Hansenne
1952 Vereinigte Staaten 48 Mal Whitfield Jamaika Arthur Wint Deutschland BR Heinz Ulzheimer
1956 Vereinigte Staaten 48 Tom Courtney Vereinigtes Konigreich Derek Johnson Norwegen Audun Boysen
1960 Neuseeland Peter Snell Belgien Roger Moens Westindische Föderation George Kerr
1964 Neuseeland Peter Snell Kanada 1957 Bill Crothers Kenia Wilson Kiprugut
1968 Australien Ralph Doubell Kenia Wilson Kiprugut Vereinigte Staaten Tom Farrell
1972 Vereinigte Staaten Dave Wottle Sowjetunion 1955 Jewgeni Arschanow Kenia Mike Boit
1976 Kuba Alberto Juantorena Belgien Ivo Van Damme Vereinigte Staaten Rick Wohlhuter
1980 Vereinigtes Konigreich Steve Ovett Vereinigtes Konigreich Sebastian Coe Sowjetunion 1955 Nikolai Kirow
1984 Brasilien 1968 Joaquim Cruz Vereinigtes Konigreich Sebastian Coe Vereinigte Staaten Earl Jones
1988 Kenia Paul Ereng Brasilien 1968 Joaquim Cruz Marokko Saïd Aouita
1992 Kenia William Tanui Kenia Nixon Kiprotich Vereinigte Staaten Johnny Gray
1996 Norwegen Vebjørn Rodal Sudafrika Hezekiel Sepeng Kenia Fred Onyancha
2000 Deutschland Nils Schumann Danemark Wilson Kipketer Algerien Djabir Saïd-Guerni
2004 Russland Juri Borsakowski Sudafrika Mbulaeni Mulaudzi Danemark Wilson Kipketer
2008 Kenia Wilfred Bungei Sudan Ismail Ahmed Ismail Kenia Alfred Kirwa Yego
2012 Kenia David Lekuta Rudisha Botswana Nijel Amos Kenia Timothy Kitum

Frauen

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1928 Deutsches Reich Lina Radke Japan Kinue Hitomi Schweden Inga Gentzel
1960 Sowjetunion 1955 Ljudmila Schewzowa Australien Brenda Jones Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch Ursula Donath
1964 Vereinigtes Konigreich Ann Packer Frankreich Maryvonne Dupureur Neuseeland Marise Chamberlain
1968 Vereinigte Staaten Madeline Manning Rumänien 1965 Ileana Silai Niederlande Maria Gommers
1972 Deutschland BR Hildegard Falck Sowjetunion 1955 Niole Sabaite Deutschland Demokratische Republik 1949 Gunhild Hoffmeister
1976 Sowjetunion 1955 Tatjana Kasankina Bulgarien 1971 Nikolina Schterewa Deutschland Demokratische Republik 1949 Elfi Zinn
1980 Sowjetunion 1955 Nadeschda Olisarenko Sowjetunion 1955 Olga Minejewa Sowjetunion 1955 Tatjana Prowidochina
1984 Rumänien 1965 Doina Melinte Vereinigte Staaten Kim Gallagher Rumänien 1965 Fița Lovin
1988 Deutschland Demokratische Republik 1949 Sigrun Wodars Deutschland Demokratische Republik 1949 Christine Wachtel Vereinigte Staaten Kim Gallagher
1992 Niederlande Ellen van Langen Vereintes Team Lilia Nurutdinowa Kuba Ana Fidelia Quirot
1996 Russland Swetlana Masterkowa Kuba Ana Fidelia Quirot Mosambik Maria de Lurdes Mutola
2000 Mosambik Maria de Lurdes Mutola Osterreich Stephanie Graf Vereinigtes Konigreich Kelly Holmes
2004 Vereinigtes Konigreich Kelly Holmes Marokko Hasna Benhassi Slowenien Jolanda Čeplak
2008 Kenia Pamela Jelimo Kenia Janeth Jepkosgei Marokko Hasna Benhassi
2012 Russland Marija Sawinowa Sudafrika Caster Semenya Russland Jekaterina Pojistogowa

Medaillengewinner der Weltmeisterschaften

Männer

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Deutschland BR Willi Wülbeck Niederlande Rob Druppers Brasilien 1968 Joaquim Cruz
1987 Kenia Billy Konchellah Vereinigtes Konigreich Peter Elliott Brasilien 1968 José Luíz Barbosa
1991 Kenia Billy Konchellah Brasilien 1968 José Luíz Barbosa Vereinigte Staaten Mark Everett
1993 Kenia Paul Ruto Italien Giuseppe D’Urso Kenia Billy Konchellah
1995 Danemark Wilson Kipketer Burundi Arthémon Hatungimana Norwegen Vebjørn Rodal
1997 Danemark Wilson Kipketer Kuba Norberto Tellez Vereinigte Staaten Rich Kenah
1999 Danemark Wilson Kipketer Sudafrika Hezekiel Sepeng Algerien Djabir Saïd-Guerni
2001 Schweiz André Bucher Kenia Wilfred Bungei Polen Paweł Czapiewski
2003 Algerien Djabir Saïd-Guerni Russland Juri Borsakowski Sudafrika Mbulaeni Mulaudzi
2005 Bahrain Rashid Ramzi Russland Juri Borsakowski Kenia William Yiampoy
2007 Kenia Alfred Kirwa Yego Kanada Gary Reed Russland Juri Borsakowski
2009 Sudafrika Mbulaeni Mulaudzi Kenia Alfred Kirwa Yego Bahrain Yusuf Saad Kamel
2011 Kenia David Lekuta Rudisha Sudan Abubaker Kaki Russland Juri Borsakowski
2013 Athiopien Mohammed Aman Vereinigte Staaten Nick Symmonds Dschibuti Ayanleh Souleiman
2015 Kenia David Lekuta Rudisha Polen Adam Kszczot Bosnien und Herzegowina Amel Tuka

Frauen

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Tschechoslowakei Jarmila Kratochvílová Sowjetunion Ljubow Gurina Sowjetunion Jekaterina Podkopajewa
1987 Deutschland Demokratische Republik 1949 Sigrun Wodars Deutschland Demokratische Republik 1949 Christine Wachtel Sowjetunion Ljubow Gurina
1991 Sowjetunion Lilia Nurutdinowa Kuba Ana Fidelia Quirot Rumänien Ella Kovacs
1993 Mosambik Maria de Lurdes Mutola Russland Ljubow Gurina Rumänien Ella Kovacs
1995 Kuba Ana Fidelia Quirot Suriname Letitia Vriesde Vereinigtes Konigreich Kelly Holmes
1997 Kuba Ana Fidelia Quirot Russland Jelena Afanassjewa Mosambik Maria de Lurdes Mutola
1999 Tschechien Ludmila Formanova Mosambik Maria de Lurdes Mutola Russland Swetlana Masterkowa
2001 Mosambik Maria de Lurdes Mutola Osterreich Stephanie Graf Suriname Letitia Vriesde
2003 Mosambik Maria de Lurdes Mutola Vereinigtes Konigreich Kelly Holmes Russland Natalja Chruschtscheljowa
2005 Kuba Zulia Calatayud Marokko Hasna Benhassi Russland Tatjana Andrianowa
2007 Kenia Janeth Jepkosgei Marokko Hasna Benhassi Spanien Mayte Martínez
2009 Sudafrika Caster Semenya Kenia Janeth Jepkosgei Vereinigtes Konigreich Jennifer Meadows
2011 Russland Marija Sawinowa Sudafrika Caster Semenya Kenia Janeth Jepkosgei Busienei
2013 Kenia Eunice Jepkoech Sum Russland Marija Sawinowa Vereinigte Staaten Brenda Martinez
2015 Weissrussland Maryna Arsamassawa Kanada Melissa Bishop Kenia Eunice Jepkoech Sum

Siehe auch

Weltrekordentwicklung

Männer

y: Endzeit in einem 880-Yards-Lauf (804,68 m)

Zeit (min) Name Land Datum Ort
1:51,9 Ted Meredith Vereinigte Staaten 48 USA 08.07.1912 Stockholm
1:51,6 y Otto Peltzer Deutsches Reich GER 03.07.1926 London
1:50,6 Séra Martin Frankreich FRA 14.07.1928 Colombes
1:49,8 Tommy Hampson Vereinigtes Konigreich GBR 02.08.1932 Los Angeles
1:49,8 y Ben Eastman Vereinigte Staaten 48 USA 16.06.1934 Princeton
1:49,7 Glenn Cunningham Vereinigte Staaten 48 USA 20.08.1936 Stockholm
1:49,6 y Elroy Robinson Vereinigte Staaten 48 USA 11.07.1937 New York
1:48,4 Sydney Wooderson Vereinigtes Konigreich GBR 20.08.1938 Motspur Park
1:46,6 Rudolf Harbig Deutsches Reich NS GER 15.07.1939 Mailand
1:45,7 Roger Moens Belgien BEL 03.08.1955 Oslo
1:44,3 Peter Snell Neuseeland NZL 03.02.1962 Christchurch
1:44,3 Ralph Doubell Australien AUS 15.10.1968 Mexiko-Stadt
1:44,3 Dave Wottle Vereinigte Staaten USA 01.07.1972 Eugene
1:44,1 y Rick Wohlhuter Vereinigte Staaten USA 08.06.1974 Eugene
1:43,7 Marcello Fiasconaro Italien ITA 27.06.1973 Mailand
1:43,5 Alberto Juantorena Kuba CUB 25.07.1976 Montreal
1:43,4 Alberto Juantorena Kuba CUB 21.08.1977 Sofia
1:42,4 Sebastian Coe Vereinigtes Konigreich GBR 05.07.1979 Oslo
1:41,73 Sebastian Coe Vereinigtes Konigreich GBR 10.06.1981 Florenz
1:41,73 Wilson Kipketer Danemark DNK 07.07.1997 Stockholm
1:41,24 Wilson Kipketer Danemark DNK 13.08.1997 Zürich
1:41,11 Wilson Kipketer Danemark DNK 24.08.1997 Köln
1:41,09 David Lekuta Rudisha Kenia KEN 22.08.2010 Berlin
1:41,01 David Lekuta Rudisha Kenia KEN 29.08.2010 Rieti
1:40,91 David Lekuta Rudisha Kenia KEN 09.08.2012 London

Frauen

y: Endzeit in einem 880-Yards-Lauf (804,68 m)

Zeit (min) Name Land Datum Ort
2:45,0 y Nelly Hicks Vereinigtes Konigreich GBR 02.08.1922 Torquay
2:30,4 Georgette Lenoir Frankreich FRA 20.08.1922 Paris
2:26,2 y Mary Lines Vereinigtes Konigreich GBR 30.08.1922 London
2:23,8 Lina Radke (Batschauer) Deutsches Reich GER 07.08.1927 Breslau
2:20,4 Inga Gentzel Schweden SWE 16.06.1928 Stockholm
2:19,6 Lina Radke (Batschauer) Deutsches Reich GER 01.07.1928 Brieg
2:16,8 Lina Radke Deutsches Reich GER 02.08.1928 Amsterdam
2:15,9 Anna Larsson Schweden SWE 28.08.1944 Stockholm
2:14,8 Anna Larsson Schweden SWE 19.08.1945 Helsingborg
2:13,8 Anna Larsson Schweden SWE 30.08.1945 Stockholm
2:13,0 Jewdokija Wassiljewa Sowjetunion 1923 URS 17.07.1950 Moskau
2:12,2 Valentina Pomogajewa Sowjetunion 1923 URS 26.07.1951 Moskau
2:12,0 Nina Pletnjowa Sowjetunion 1923 URS 26.08.1951 Minsk
2:08,5 Nina Pletnjowa Sowjetunion 1923 URS 15.06.1952 Kiew
2:07,3 Nina Otkalenko (Pletnjowa) Sowjetunion 1923 URS 27.08.1953 Moskau
2:06,6 Nina Otkalenko Sowjetunion 1923 URS 16.09.1954 Kiew
2:05,0 Nina Otkalenko Sowjetunion 1955 URS 24.09.1955 Zagreb
2:04,3 Ljudmila Schewzowa Sowjetunion 1955 URS 07.09.1960 Rom
2:04,3 Ljudmila Schewzowa Sowjetunion 1955 URS 03.07.1960 Moskau
2:01,2 Dixie Willis Australien AUS 03.03.1962 Perth
2:01,1 Ann Packer Vereinigtes Konigreich GBR 20.10.1964 Tokio
2:01,0 Judy Pollock Australien AUS 28.07.1967 Helsinki
2:00,5 Vera Nikolić Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik YUG 20.07.1968 London
1:58,5 Hildegard Falck Deutschland BR FRG 11.07.1971 Stuttgart
1:57,5 Swetla Slatewa Bulgarien 1971 BUL 24.08.1973 Athen
1:56,0 Walentina Gerassimowa Sowjetunion 1955 URS 12.06.1976 Kiew
1:54,94 Tatjana Kasankina Sowjetunion 1955 URS 26.07.1976 Montreal
1:54,85 Nadeschda Olisarenko Sowjetunion 1955 URS 12.06.1980 Moskau
1:53,43 Nadeschda Olisarenko Sowjetunion 1955 URS 27.07.1980 Moskau
1:53,28 Jarmila Kratochvílová Tschechoslowakei CZS 26.07.1983 München

Weitere Rekorde

(Stand: 2012)

Klasse Zeit (min) Name Land Datum Ort
Olympischer Rekord 1:40,91 David Lekuta Rudisha Kenia KEN 09.08.2012 London
Junioren-Weltrekord (M) 1:42,69 Abubaker Kaki Sudan SUD 06.06.2008 Oslo
Junioren-Weltrekord (F) 1:54,01 Pamela Jelimo Kenia KEN 29.08.2008 Zürich
Jugend-Weltrekord (M) 1:44,34 Belal Mansoor Ali Bahrain BRN 17.06.2005 Coneglio
Jugend-Weltrekord (F) 1:57,18 Wang Yuan China Volksrepublik CHN 08.09.1993 Peking
Österreichischer Landesrekord (M) 1:46,21 Michael Wildner Osterreich AUT 19.07.1992 Ingolstadt
Österreichischer Landesrekord (F) 1:56,64 Stephanie Graf Osterreich AUT 25.09.2000 Sydney
Schweizer Landesrekord (M) 1:42,55 André Bucher Schweiz SUI 17.08.2001 Zürich
Schweizer Landesrekord (F) 1:57,95 Selina Büchel Schweiz SUI 04.07.2015 Paris

Weltbestenliste

Männer

Alle Läufer mit einer Zeit von 1:43,30 Minuten oder schneller.

Letzte Veränderung: 17. Juli 2015

  1. 1:40,91 min Kenia David Lekuta Rudisha, London, 9. August 2012
  2. 1:41,11 min Danemark Wilson Kipketer, Köln, 24. August 1997
  3. 1:41,73 min Vereinigtes Konigreich Sebastian Coe, Florenz, 10. Juni 1981
  4. 1:41,73 min Botswana Nijel Amos, London, 9. August 2012
  5. 1:41,77 min Brasilien 1968 Joaquim Cruz, Köln, 26. August 1984
  6. 1:42,23 min Sudan Abubaker Kaki, Oslo, 4. Juni 2010
  7. 1:42,28 min Kenia Sammy Koskei, Köln, 26. August 1984
  8. 1:42,34 min Kenia Wilfred Bungei, Rieti, 8. September 2002
  9. 1:42,37 min Athiopien Mohammed Aman, Brüssel, 6. September 2013
  10. 1:42,47 min Russland Juri Borsakowski, Brüssel, 24. August 2001
  11. 1:42,51 min Bosnien und Herzegowina Amel Tuka, Monaco, 17. Juli 2015
  12. 1:42,53 min Kenia Timothy Kitum, London, 9. August 2012
  13. 1:42,53 min Frankreich Pierre-Ambroise Bosse, Monaco, 18. Juli 2014
  14. 1:42,55 min Schweiz André Bucher, Zürich, 17. August 2001
  15. 1:42,58 min Norwegen Vebjørn Rodal, Atlanta, 31. Juli 1996
  16. 1:42,60 min Vereinigte Staaten Johnny Gray, Koblenz, 28. August 1985
  17. 1:42,62 min Kenia Patrick Ndururi, Zürich, 13. August 1997
  18. 1:42,67 min Kenia Alfred Kirwa Yego, Rieti, 6. September 2009
  19. 1:42,69 min Sudafrika Hezekiél Sepeng, Brüssel, 3. September 1999
  20. 1:42,69 min Kenia Japheth Kimutai, Brüssel, 3. September 1999
  21. 1:42,79 min Kenia Frederick Onyancha, Atlanta, 31. Juli 1996
  22. 1:42,79 min Bahrain Yusuf Saad Kamel, Monaco, 29. Juli 2008
  23. 1:42,81 min Burundi Jean-Patrick Nduwimana, Zürich, 17. August 2001
  24. 1:42,82 min Vereinigte Staaten Duane Solomon, London, 9. August 2012
  25. 1:42,84 min Kenia Ferguson Cheruiyot, Monaco, 18. Juli 2014
  26. 1:42,85 min Kuba Norberto Téllez, Atlanta, 31. Juli 1996
  27. 1:42,86 min Sudafrika Mbulaeni Mulaudzi, Rieti, 6. September 2009
  28. 1:42,88 min Vereinigtes Konigreich Steve Cram, Zürich, 21. August 1985
  29. 1:42,91 min Kenia William Yiampoy, Rieti, 8. September 2002
  30. 1:42,95 min Kenia Boaz Kiplagat Lalang, Rieti, 29. August 2010
  31. 1:42,95 min Vereinigte Staaten Nick Symmonds, London, 9. August 2012
  32. 1:42,97 min Vereinigtes Konigreich Peter Elliott, Sevilla, 30. Mai 1990
  33. 1:42,97 min Dschibuti Ayanleh Souleiman, Monaco, 17. Juli 2015
  34. 1:42,98 min Kenia Patrick Konchellah, Köln, 24. August 1997
  35. 1:43,03 min Kenia Kennedy Kimwetich, Stuttgart, 19. Juli 1998
  36. 1:43,06 min Kenia Billy Konchellah, Rom, 1. September 1987
  37. 1:43,07 min Kuba Yeiman López, Jerez de la Frontera, 24. Juni 2008
  38. 1:43,08 min Brasilien 1968 José Luíz Barbosa, Rieti, 6. September 1991
  39. 1:43,09 min Algerien Djabir Saïd-Guerni, Brüssel, 3. September 1999
  40. 1:43,13 min Kenia Abraham Kipchirchir Rotich, Monaco, 20. Juli 2012
  41. 1:43,15 min Frankreich Mehdi Baala, Rieti, 8. September 2002
  42. 1:43,15 min Kenia Asbel Kiprop, Monaco, 22. Juli 2011
  43. 1:43,16 min Kenia Paul Ereng, Zürich, 16. August 1989
  44. 1:43,17 min Kenia Benson Koech, Rieti, 28. August 1994
  45. 1:43,20 min Vereinigte Staaten Mark Everett, Linz, 9. Juli 1997
  46. 1:43,22 min Polen Paweł Czapiewski, Zürich, 17. August 2001
  47. 1:43,25 min Marokko Amine Laalou, Rom, 14. Juli 2006
  48. 1:43,26 min Kenia Sammy Langat, Zürich, 14. August 1996
  49. 1:43,30 min Kenia William Tanui, Rieti, 6. September 1991
  50. 1:43,30 min Polen Adam Kszczot, Rieti, 10. September 2011

Frauen

Alle Läuferinnen mit einer Zeit von 1:56,60 Minuten oder besser. h = handgestoppte Zeit

Letzte Veränderung: 15. Juli 2016

  1. 1:53,28 min Tschechoslowakei Jarmila Kratochvílová, München, 26. Juli 1983
  2. 1:53,43 min Sowjetunion 1955 Nadeschda Olisarenko, Moskau, 27. Juli 1980
  3. 1:54,01 min Kenia Pamela Jelimo, Zürich, 29. August 2008
  4. 1:54,44 min Kuba Ana Fidelia Quirot, Barcelona, 9. September 1989
  5. 1:54,81 min Sowjetunion 1955 Olga Minejewa, Moskau, 27. Juli 1980
  6. 1:54,94 min Sowjetunion 1955 Tatjana Kasankina, Montreal, 26. Juli 1976
  7. 1:55,05 min Rumänien 1965 Doina Melinte, Bukarest, 1. August 1982
  8. 1:55,19 min Mosambik Maria de Lurdes Mutola, Zürich, 17. August 1994
  9. 1:55,19 min Slowenien Jolanda Čeplak, Heusden-Zolder, 20. Juli 2002
  10. 1:55,26 min Deutschland Demokratische Republik 1949 Sigrun Wodars, Rom, 31. August 1987
  11. 1:55,32 min Deutschland Demokratische Republik 1949 Christine Wachtel, Rom, 31. August 1987
  12. 1:55,33 min Sudafrika Caster Semenya, Monaco, 15. Juli 2016
  13. 1:55,42 min Bulgarien 1971 Nikolina Schterewa, Montreal, 26. Juli 1976
  14. 1:55,46 min Sowjetunion 1955 Tatjana Prowidochina, Moskau, 27. Juli 1980
  15. 1:55,54 min Niederlande Ellen van Langen, Barcelona, 3. August 1992
  16. 1:55,54 min China Volksrepublik Liu Dong, Peking, 9. September 1993
  17. 1:55,56 min Sowjetunion Ljubow Gurina, Rom, 31. August 1987
  18. 1:55,60 min Deutschland Demokratische Republik 1949 Elfi Zinn, Montreal, 26. Juli 1976
  19. 1:55,68 min Rumänien 1965 Ella Kovacs, Bukarest, 2. Juni 1985
  20. 1:55,69 min Sowjetunion Irina Podjalowskaja, Kiew, 22. Juni 1984
  21. 1:55,74 min Deutschland Demokratische Republik 1949 Anita Weiß, Montreal, 26. Juli 1976
  22. 1:55,87 min Russland Swetlana Masterkowa, Moskau, 18. Juni 1999
  23. 1:55,87 min Russland Marija Sawinowa, Daegu, 4. September 2011
  24. 1:55,96 min Sowjetunion Ljudmila Weselkowa, Athen, 8. September 1982
  25. 1:55,96 min Sowjetunion Jekaterina Podkopajewa, Leningrad, 27. Juli 1983
  26. 1:55,99 min Vereintes Team Lilija Nurutdinowa, Barcelona, 3. August 1992
  27. 1:56,00 min Sowjetunion 1955 Walentina Gerasimowa, Kiew, 12. Juni 1976
  28. 1:56,00 min Sowjetunion Inna Jewsejewa, Kiew, 25. Juni 1988
  29. 1:56,00 min Russland Tatjana Andrianowa, Kasan, 18. Juli 2008
  30. 1:56,04 min Kenia Janeth Jepkosgei, Ōsaka, 28. August 2007
  31. 1:56,09 min Kuba Zulia Calatayud, Monaco, 19. Juli 2002
  32. 1:56,10 min Sowjetunion Rawilja Agletdinowa, Podolsk, 21. August 1982
  33. 1:56,20 min Bulgarien 1971 Totka Petrowa, Paris, 6. Juli 1979
  34. 1:56,20 min Sowjetunion Tatjana Mischkel, Podolsk, 21. August 1982
  35. 1:56,21 min Deutschland Demokratische Republik 1949 Martina Kämpfert, Moskau, 27. Juli 1980
  36. 1:56,21 min Sowjetunion Samira Saizewa, Leningrad, 27. Juli 1983
  37. 1:56,21 min Vereinigtes Konigreich Kelly Holmes, Monaco, 9. September 1995
  38. 1:56,24 min China Volksrepublik Qu Yunxia, Peking, 9. September 1993
  39. 1:56,24 min Burundi Francine Niyonsaba, Monaco, 15. Juli 2016
  40. 1:56,40 min Vereinigte Staaten Jearl Miles Clark, Zürich, 11. August 1999
  41. 1:56,42 min Rumänien 1965 Paula Ivan, Ankara, 16. Juli 1988
  42. 1:56,43 min Marokko Hasna Benhassi, Athen, 23. August 2004
  43. 1:56,44 min Sowjetunion 1955 Swetlana Styrkina, Montreal, 26. Juli 1976
  44. 1:56,51 min Kroatien Slobodanka Čolović, Belgrad, 17. Juni 1987
  45. 1:56,53 min Frankreich Patricia Djaté-Taillard, Monaco, 9. September 1995
  46. 1:56,56 min Tschechien Ludmila Formanová, Zürich, 11. August 1999
  47. 1:56,57 min Sowjetunion 1955 Soja Rigel, Prag, 31. August 1978
  48. 1:56,59 min Russland Natalja Chruschtscheljowa, Tula, 31. Juli 2004
  49. 1:56,60 min Russland Natalja Zyganowa, Tula, 25. Juli 2000
  50. 1:56,6 min Sowjetunion Tamara Sorokina, Podolsk, 21. August 1982

Trainingsmethoden

Es gibt drei Trainingsmethoden, die man als Haupttrainingsmethoden bezeichnen kann: Intensives Intervall-Training, Dauerleistungstraining, Multi-Stufen-Training. Des Weiteren gibt es eine Reihe von Abwandlungen dieser Methoden.

Intensives Intervalltraining (nach Woldemar Gerschler)

Das von dem Dresdner Woldemar Gerschler erstmals bei Rudolf Harbig angewandte Training zielt auf besonders häufige und auch schnelle Wiederholungen kurzer Strecken (bis max. 600 Meter) mit geringen Pausen ab. Dadurch wird die Schnelligkeitsausdauer dermaßen verbessert, dass über 800 Meter die Laktat-Belastung am Ende eines Rennens nicht mehr so extrem ist.

Harbig lief durch diese Methode z. B. 1939 den Weltrekord über 800 Meter von 1:46,6 min und wurde 1938 auch Europameister.

Dauerleistungstraining (nach Arthur Lydiard)

Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts gelangte der Neuseeländer Arthur Lydiard zu der Erkenntnis, dass man durch hohe Dauerlauf-Umfänge (bis zu 160 Kilometer pro Woche) die individuelle anaerobe Schwelle (die Schwelle zwischen jeweils überwiegend durch Glykolyse bewirkte Energiebereitstellung) weiter nach oben verschieben kann.

Durch diese Trainingsmethode gewann z. B. Peter Snell dreimal Olympisches Gold über 800 und 1500 Meter. Snell verbesserte auch den Weltrekord über 800 Meter.

Multi-Stufen-Training (nach Peter Coe)

Das Multi-Stufen-Training wurde Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts durch den Briten Peter Coe, Vater des legendären Sebastian Coe, entwickelt. Diese Trainingsmethode zielt auf ein komplexes Training ab. Es werden also das ganze Jahr über Dauerläufe, Schnelligkeitstraining, Krafttraining und koordinatives Training absolviert. Je nach Saisonzeitpunkt werden aber die Schwerpunkte des Trainings verändert. So werden im Winter auf der Nordhalbkugel eher lange Läufe bevorzugt, um eine Grundlage für das im Frühjahr beginnende Tempotraining zu erarbeiten. Im Sommer oder vor Saisonhöhepunkten kann dann mit vielen kurzen Tempoläufen der letzte Schliff für den Wettkampfsportler gegeben werden. Grundlegende Aspekte des Multi-Stufen-Training waren bereits im Multi-Tempo-Training Frank Horwills vom British Milers Club, dem auch Sebastian Coe angehörte, enthalten.

Mit dieser Trainingsmethode gewann z. B. Sebastian Coe zweimal olympisches Gold über 1500 und zweimal olympisches Silber über 800 Meter. Des Weiteren stellte Coe zahlreiche Weltrekorde von 800 Meter bis zur Meile auf. Auch Saïd Aouita und die Trainingsgruppe um Hicham El Guerrouj wendeten leicht abgeänderte Versionen des Multi-Stufen-Trainings an.

Siehe auch

Literatur

  • Arnd Krüger: Die Einordnung der Leistung Roger Bannisters in die Geschichte des Trainings für Mittel- und Langstrecke, in: J. BUSCHMANN & S. WASSONG (Hrsg.): Langlauf durch die olympische Geschichte. Festschrift für Karl Lennartz. Köln: Carl und Liselott Diem – Archiv 2005, 349 – 372. ISDN: 3883380156
  • Arnd Krüger: Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997), in: N. Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Hamburg 1998: Czwalina, S. 41–56.
  • Progression of World best performances and official IAAF World Records, 2003 Edition, Monaco, 2003, S. 50 ff. u. S. 259 ff. (englisch)

Weblinks


Kategorien: Leichtathletikdisziplin

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