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3. Liga (Frauen-Handball)


Dieser Artikel beschreibt die 3. Liga der Frauen in Deutschland. Für gleichnamige Männer-Liga siehe 3. Liga.
3. Liga
Voller Name 3. Liga Frauen
Aktuelle Saison 2015/16
Sportart Handball
Verband Deutscher Handballbund
Ligagründung 2010
Mannschaften 56 (4 Staffeln à 14 Teams)
Titelträger HSG Hannover-Badenstedt (Nord)
SV Germania Fritzlar (Ost)
TSG Ketsch (Süd)
HSG Kleenheim (West)
Rekordmeister TSG Ketsch (3×)
Website www.dhb.de
2. Handball-Bundesliga Frauen (II)
Oberligen (IV)

Die 3. Liga wurde im Zuge der Ligenstrukturreform des Deutschen Handballbundes (DHB) zur Saison 2010/11 eingeführt. Sie ersetzt die bisherigen fünf Regionalligen im deutschen Handball, die von den jeweils einzelnen Regionalverbänden ausgerichtet wurden.

Die 3. Liga wird nach der letzten Sitzung des Erweiterten Vorstandes des DHB durch Änderung der Spielordnung vom DHB geleitet. Diese Entscheidung ist noch nicht endgültig, da dieser Beschluss durch einige Regionalverbände rechtlich überprüft wird. Durch diesen Beschluss sehen diese Verbände einen unzulässigen Eingriff in die Verbandsautonomie. Zudem sei der konkrete Änderungsentwurf der Spielordnung nicht rechtzeitig in die Tagungsordnung eingebracht worden.

Modus

Normalerweise nehmen 56 Mannschaften an der 3. Liga teil. Die Verteilung auf die vier Staffeln (Nord, Ost, Süd und West) mit jeweils 14 Mannschaften erfolgt nach rein geographischen Gesichtspunkten, nicht wie bisher nach Regionalverbandszugehörigkeit. Die Aufteilung wird künftig jährlich erneut vorgenommen, es kann daher zu Wechseln einzelner Vereine zwischen den Staffeln kommen.

Aus der 2. Bundesliga steigen vier Mannschaften in die 3. Liga ab. Die vier Staffelsieger steigen in die 2. Bundesliga auf. Verzichtet eine Mannschaft auf den Aufstieg, spielen die Staffelzweiten die freien Aufstiegsplätze aus. Die drei Letztplatzierten jeder Staffel steigen in die jeweiligen Oberligen ab. Folgende Landesverbände erhalten jeweils einen (gemeinsamen) Aufstiegsplatz in die 3. Liga:

  • Hamburg/Schleswig-Holstein (Meister der OL Hamburg/Schleswig-Holstein)
  • Berlin/Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern (Meister der OL Ostsee/Spree)
  • Sachsen/Thüringen/Sachsen-Anhalt (Meister der OL Mitteldeutschland)
  • Bremen/Westliches Niedersachsen (Meister der OL Nordsee)
  • Östliches Niedersachsen (Meister der OL Niedersachsen)
  • Westfalen (Meister der OL Westfalen)
  • Niederrhein/Mittelrhein (Sieger der Relegation zwischen den Meistern der OL Niederrhein und der OL Mittelrhein)
  • Rheinland/Rheinhessen/Pfalz/Saar (Meister der OL Rheinland-Pfalz/Saar)
  • Hessen (Meister der OL Hessen)
  • Baden/Südbaden (Meister und Vizemeister der OL Baden-Württemberg)
  • Württemberg (Meister und Vizemeister der OL Baden-Württemberg)
  • Bayern (Meister der OL Bayern)

In den ersten beiden Spielzeiten 2010/11 und 2011/12 kann es zu gesonderten Auf- und Abstiegsregelungen kommen.[1]

Qualifikation zur Saison 2010/11

2. Bundesliga (5 Teams)

Die beiden letzten Teams jeder Staffel der 2. Bundesliga (Nord und Süd) und der Verlierer der Relegation der beiden Drittletzten steigen in die neue 3. Liga ab.

Regionalligen (40 Teams)

Die fünf Regionalliga-Meister steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Qualifiziert sind die Mannschaften, die die Saison 2009/2010 auf den Plätzen 2 bis 9 abschließen. Die letzten fünf Teams (Plätze 10 und tiefer) jeder Staffel steigen in die Oberligen ab (insgesamt 25 Absteiger).

Oberligen (11 Teams)

Aus den insgesamt 16 derzeit bestehenden Oberligen steigen sieben Meister direkt in die neue 3. Liga auf. In Play-Off-Spielen ermitteln die zwölf verbliebenen Landesmeister die vier weiteren Aufsteiger.

Qualifizierte Landesmeister

  • Meister OL Nordsee
  • Meister OL Niedersachsen
  • Meister OL Westfalen
  • Meister OL Rheinland-Pfalz/Saar
  • Meister OL Hessen
  • Meister OL Bayern
  • Meister OL Baden-Württemberg

Play-Offs Nordost I

  • Meister OL Hamburg – Meister OL Schleswig-Holstein

Play-Offs Nordost II

  • Meister OL Mecklenburg-Vorpommern – Meister OL Berlin-Brandenburg

Play-Offs Nordrhein

  • Meister OL Niederrhein – Meister OL Mittelrhein

Play-Offs Mitteldeutschland

  • Meister OL Sachsen
  • Meister OL Thüringen
  • Meister OL Sachsen-Anhalt

Meister der 3. Liga

Saison Nord Ost West Süd
2010/11 VfL Oldenburg II HSG Blomberg-Lippe II Roude Léiw Bascharage TSG Ketsch
2011/12 BVB Füchse Berlin HSG Blomberg-Lippe II TSG Ober-Eschbach 1. FSV Mainz 05
2012/13 TV Oyten HC Rödertal TSG Ketsch Neckarsulmer Sport-Union
2013/14 VfL Oldenburg II TSV Travemünde TV Beyeröhde SG H2Ku Herrenberg
2014/15 Werder Bremen SG 09 Kirchhof SG Bretzenheim TG Nürtingen
2015/16 HSG Hannover-Badenstedt SV Germania Fritzlar HSG Kleenheim TSG Ketsch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. DHB: Spielordnung (Memento vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive) (PDF; 395 kB)

Kategorien: Dritte Liga (Handball)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/3. Liga (Frauen-Handball) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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