24-Stunden-Rennen von Le Mans - LinkFang.de





24-Stunden-Rennen von Le Mans


Dieser Artikel behandelt das 24-Stunden-Rennen von Le Mans für Automobile. Für das 24-Stunden-Motorradrennen siehe 24-Stunden-Motorradrennen von Le Mans.
24-Stunden-Rennen von Le Mans
Fahrzeugtyp Prototypen und Gran Turismos
Land oder Region Le Mans, Frankreich
Aktueller Name 24 Heures du Mans
Erste Saison 1923
Offizielle Website www.24h-lemans.com

Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist ein Langstreckenrennen für Sportwagen, das vom Automobile Club de l’Ouest (ACO) in der Nähe der französischen Stadt Le Mans veranstaltet wird.

Die sogenannten 24 Heures du Mans für Automobile werden seit 1923 (damals über eine Distanz von circa 17,3 km) auf dem ab 1932 etwa 13,5 km langen Circuit des 24 Heures südlich der Stadt ausgetragen, dessen Abschnitte normalerweise auch als Landstraßen genutzt werden. Motorradfahrer hingegen fahren ihr 24 Heures du Mans moto genanntes Rennen auf der wesentlich kürzeren permanenten Rennstrecke Circuit Bugatti. 1955 kam es bei den 24h du Mans zur größten Katastrophe des Motorsports, als durch den tödlichen Unfall eines Teilnehmers weitere 83 Menschen ums Leben kamen.

Gewinner des zuletzt ausgetragenen Rennens im Jahr 2016 war das Porsche Team.

Überblick

Die 24 Stunden von Le Mans wurden als Langstreckenrennen geplant, bei dem die Automobilhersteller die Zuverlässigkeit und den Entwicklungsstand ihrer Fahrzeuge unter Beweis stellen konnten. In den ersten Jahren war es nur den Fahrern selbst erlaubt, Reparaturen mit Bordwerkzeug durchzuführen. Heute dürfen die Wagen in den Boxen von Mechanikern repariert werden. Bleibt der Wagen allerdings auf der Rennstrecke liegen, darf der Fahrer keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen. Ziel des Rennens ist es, möglichst viele Runden innerhalb von 24 Stunden zurückzulegen und nach 24 Stunden die Ziellinie zu überqueren. Die traditionelle Startzeit des Rennens ist 16:00 Uhr. Um Terminkollisionen mit anderen Ereignissen zu verhindern, wurden einige Rennen früher (1998: 14:00 Uhr; 2007, 2009, 2011, 2013 und 2015: 15:00 Uhr) oder später (2006: 17:00 Uhr) gestartet.

Traditionell findet das Rennen jährlich am zweiten Juniwochenende (2007: drittes Juniwochenende, 2013: viertes Juniwochenende) am Stadtrand von Le Mans statt. Die Strecke Circuit des 24 Heures hat eine Länge von 13.880 m und besteht zu einem Teil aus öffentlichen Landstraßen. Seit 1965 kam der permanente Rundkurs Circuit Bugatti hinzu, der Teile der Strecke mitbenutzt. Dazu gehören auch die Boxen und der Start- und Zielraum. Da im Laufe der Jahre die Fahrzeuge immer schneller wurden, musste die Strecke mehrmals aus Sicherheitsgründen überarbeitet und durch Schikanen verlangsamt werden.

Das Rennen ist auch bekannt für seine lange Gerade, die Ligne Droite des Hunaudières, oder Mulsanne Straight, wie sie in England genannt wird. Dabei handelt es sich um eine nahezu fünf Kilometer lange Gerade, auf der früher Geschwindigkeiten von über 400 km/h erreicht wurden. 1990 wurden aus Sicherheitsgründen zwei Schikanen eingebaut. Seitdem liegt die Spitzengeschwindigkeit bei etwa 340 km/h. Der Auslöser für diese Maßnahme war unter anderem der tödliche Unfall des Österreichers Jo Gartner am 1. Juni 1986. Sein Porsche 962 kam mutmaßlich wegen einer gebrochenen Hinterradaufhängung mit über 300 km/h von der Strecke ab.

Geschichte

Das erste Rennen wurde vom 26. auf den 27. Mai 1923 ausgetragen. Bis in die 1980er Jahre fand das Rennen in Teams à zwei Mann statt, heute wechseln sich drei Fahrer ab.

Le-Mans-Start

Legendär war der 1925 eingeführte Le-Mans-Start, bei dem die Fahrer über die Fahrbahn zu ihren vor der Boxengasse aufgestellten Fahrzeugen sprinten mussten und stehend starteten. Dieser kam nach Einführung der Sicherheitsgurte 1969 in die Diskussion. Der spätere Sieger Jacky Ickx protestierte durch demonstrativ langsames Gehen gegen diesen Startmodus. Nach einem stehenden Start mit bereits angeschnallten Fahrern im Jahr 1970 wird das Rennen seit 1971 aus Sicherheitsgründen wie unter anderem in Indianapolis nach einer Einführungsrunde mit einem fliegenden Start begonnen.

Der Unfall im Jahr 1955

1955 kam es bei diesem Rennen zur größten Katastrophe des Motorsports,[1] als Teile des Mercedes-Benz 300 SLR des Franzosen Pierre Levegh[2] nach einer Kollision auf der Zielgeraden in die dortige Zuschauertribüne flogen. Bei diesem Unfall starben einschließlich Levegh selbst insgesamt 84 Menschen.[3] Auslöser war der Jaguar-Pilot Mike Hawthorn, der den langsameren Austin-Healey Lance Macklins links überholte, um dann plötzlich nach rechts zu ziehen und stark zu bremsen, um doch noch einen Boxenstopp zu absolvieren. Der „geschnittene“ Macklin musste nach links ausweichen, wo jedoch Levegh mit hoher Geschwindigkeit nahte und deshalb nicht mehr reagieren konnte. Die verbliebenen Mercedes wurden nachts von Rennleiter Alfred Neubauer nach Rücksprache mit der Firmenleitung als Zeichen des Respekts zurückgezogen. Mike Hawthorn und Jaguar gewannen dieses Rennen später.

Dieser Unfall wird häufig irrtümlich als Auslöser für den kompletten Rückzug von Mercedes-Benz aus dem Motorsport bezeichnet. Die Entscheidung, sich nach Ende der Rennsaison 1955 auf die Serienentwicklung zu konzentrieren, hatte der Vorstand bereits im Frühjahr, also lange vor dem Le-Mans-Unfall, getroffen. Wie geplant wurde danach an allen verbliebenen und nicht aufgrund des Unfalls abgesagten, darunter der Große Preis von Deutschland, oder gar verbotenen Rennen des Jahres 1955 wie der Große Preis der Schweiz teilgenommen. Als Mercedes-Benz Ende des Jahres erneut mit Juan Manuel Fangio die Formel-1-Weltmeisterschaft, mit Stirling Moss und Peter Collins mit der Targa Florio die Sportwagen-WM und auch noch die Tourenwagen-EM gewonnen hatte, wurde der Rückzug zudem mit den nicht mehr zu übertreffenden Erfolgen begründet.

Alternative Antriebe

Gasturbinen wurden in den 1960er Jahren von Rover eingesetzt. Mazda gewann 1991 mit einem Wankelmotor.

Das Team Nasamax versuchte sich zwei Mal mit einem Methanol-betriebenen Fahrzeug. Dieser mit Wasser löschbare Treibstoff wird aus Sicherheitsgründen seit Jahrzehnten beim Indy 500 und den verwandten US-Champcar beziehungsweise IndyCar Series verwendet. 2003 trat Nasamax mit einem Champcar-Motor (2,65l-V8-Turbo) an und im folgenden Jahr mit einem 5-Liter-Zehnzylinder von Judd.

2004 startete das Team Taurus mit einem Dieselmotor. Allerdings war der Einsatz nicht erfolgreich. Gemeldet in der schnellsten Prototypenklasse, qualifizierte Taurus sich für den 41. von 48 Plätzen. Das eingesetzte Fahrzeug war 24 Sekunden langsamer als das baugleiche Schwesterfahrzeug mit Benzin-Motor und 42 Sekunden langsamer als der Trainingsschnellste. Das Rennen wurde nach 35 Runden mit Getriebeschaden beendet.

Im Jahr 2006 gewann erstmals in der Geschichte von Le Mans mit dem Audi R10 TDI ein Diesel-Fahrzeug das Rennen. Danach siegten bis 2014 ununterbrochen Fahrzeuge mit Dieselmotor bei den 24 Stunden von Le Mans.

Im Zuge der grundlegenden technischen Regeländerungen im Jahr 2011 gab der Veranstalter ACO den Herstellern größtmöglichen Spielraum bei der Verwendung von kinetischen Energie-Rekuperations-Systemen. Schon im darauffolgenden Jahr gewann mit dem Audi R18 e-tron quattro erstmals ein Fahrzeug mit Hybridantrieb.

Die FIA machte 2014 für die Königsklasse nur zwei Vorgaben: Die LMP1H-Fahrzeuge der Werksteams dürfen einen festgelegten Benzin- bzw. Dieselverbrauch pro Runde nicht überschreiten und müssen einen Hybrid-Antriebsstrang verwenden. Der Rest bleibt den Ingenieuren überlassen.[4]

Fahrzeugklassen

Das Starterfeld bei den 24 Stunden von Le Mans ist in vier Klassen aufgeteilt. Je zwei Klassen für Sportprototypen und Gran Turismos. Entsprechen die beiden GT-Klassen weitestgehend der GT2 nach FIA-Richtlinien, werden die beiden Kategorien der Le-Mans-Prototypen vom ACO selbst entworfen und wurden 2012 von der FIA übernommen.

Le Mans Prototype 1 (LMP1)
Mindestgewicht (LMP1-H): 870 kg; Hubraum: nicht limitiert; max. 2 Energy Recovery Systeme
Mindestgewicht (LMP1): 850 kg; Hubraum: max. 5.500 cm³
Le Mans Prototype 2 (LMP2)
Mindestgewicht: 900 kg; Hubraum: Serienbasierte Motoren bis 5000 cm³ (Saugmotoren mit maximal 8 Zylindern) oder 3200 cm³ (Turbomotoren mit maximal 6 Zylindern)
Le Mans GTE Pro
Seriennahe GT-Sportwagen (Fahrerbesetzung mit professionellen Fahrern)
Le Mans GTE Am
Seriennahe GT-Sportwagen (Jahreswagen oder ältere Fahrzeuge mit Fahrerbesetzung mit mindestens einem Amateur)

Le-Mans-Rennserien

Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist seit 2012 Teil der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft. Schon seit 1953 war das 24-Stunden-Rennen Teil der FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft und entwickelte sich zum Höhepunkt der Saison. Mit der Einstellung der Weltmeisterschaft 1992 fehlte dem Rennen eine Begleitserie. Das hatte zur Folge, dass die nach dem Le-Mans-Reglement aufgebauten Fahrzeuge auch nur einmal im Jahr ein Rennen austragen konnten. Dies änderte sich erst 1999, als durch Don Panoz die American Le Mans Series gegründet wurde, die das technische Reglement des 24-Stunden-Rennens übernahm. Nachdem sich die American Le Mans Series erfolgreich etablieren konnte, versuchte Don Panoz 2001 ein europäisches Pendant auf die Beine zu stellen. Die neu geschaffene European Le Mans Series scheiterte trotz Unterstützung der amerikanischen Schwesterserie. Im Jahr 2004 startete der französische Automobilclub ACO einen neuen Versuch und gründete die Le Mans Series (damals unter dem Namen Le Mans Endurance Series). Dort leben die legendären 1000-Kilometer-Rennen der 1970er-Jahre wieder auf. Den jeweiligen Klassensiegern in beiden Rennserien gewährt der ACO eine Einladung zum 24-Stunden-Rennen des darauffolgenden Jahres. 2006 versuchte der französische Automobilclub seinen Einfluss auch nach Japan zu erweitern. Er beauftragte dazu den Organisator Sports Car Endurance Race Operation, der mehrere 1000-km-Rennen unter dem Namen Japan Le Mans Challenge austrug. Die Serie wurde weder von Zuschauern noch Teilnehmern angenommen und nach zwei Jahren aufgegeben. Der ACO übernahm nun selbst die Verantwortung und gründete 2009 die Asian Le Mans Series. Zunächst war der erste Meisterschaftslauf am Jahresende 2008 geplant, jedoch verschob der ACO das Debüt der Serie in Okayama auf den 30. Oktober 2009.

Neben den kontinentalen Le-Mans-Rennserien gibt es seit 2010 den Intercontinental Le Mans Cup, dessen Rennkalender aus ausgewählten Veranstaltungen der kontinentalen Le-Mans-Rennserien bestehen. Ab 2011 zählt zudem das 24 Stunden Rennen von Le Mans zur Wertung für den ILMC.

Liste der Le-Mans-Rennserien

Die Le-Mans-Gesamtsieger seit 1923

Jahr Team Gesamtsieger Fahrzeug Distanz
1923 Dritte Französische Republik Chenard & Walcker SA Dritte Französische Republik André Lagache
Dritte Französische Republik René Léonard
Chenard & Walcker Sport 2209,536 km
1924 Vereinigtes Konigreich 1801 Duff & Aldington Kanada 1921 John Duff
Vereinigtes Konigreich 1801 Frank Clement
Bentley 3 Litre Sport 2077,340 km
1925 Dritte Französische Republik Lorraine-Dietrich et Cie Dritte Französische Republik Gérard de Courcelles
Dritte Französische Republik André Rossignol
Lorraine-Dietrich B3-6 2233,982 km
1926 Dritte Französische Republik Lorraine-Dietrich et Cie Dritte Französische Republik Robert Bloch
Dritte Französische Republik André Rossignol
Lorraine-Dietrich B3-6 2552,414 km
1927 Vereinigtes Konigreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes Konigreich Dudley Benjafield
Vereinigtes Konigreich Sammy Davis
Bentley 3 Litre Super Sport 2269,807 km
1928 Vereinigtes Konigreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes Konigreich Woolf Barnato
Vereinigtes Konigreich Bernard Rubin
Bentley 4 ½ Litre 2669,272 km
1929 Vereinigtes Konigreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes Konigreich Woolf Barnato
Vereinigtes Konigreich Tim Birkin
Bentley Speed Six 2843,830 km
1930 Vereinigtes Konigreich Bentley Motors Ltd. Vereinigtes Konigreich Woolf Barnato
Vereinigtes Konigreich Glen Kidston
Bentley Speed Six 2930,663 km
1931 Vereinigtes Konigreich Lord Howe Vereinigtes Konigreich Francis Curzon, 5. Earl Howe
Vereinigtes Konigreich Tim Birkin
Alfa Romeo 8C 2300 LM 3017,654 km
1932 Dritte Französische Republik Raymond Sommer Dritte Französische Republik Raymond Sommer
Italien 1861 Luigi Chinetti
Alfa Romeo 8C 2300 LM 2954,038 km
1933 Italien 1861 Soc. Anon. Alfa Romeo Dritte Französische Republik Raymond Sommer
Italien 1861 Tazio Nuvolari
Alfa Romeo 8C 2300 MM 3144,038 km
1934 Italien 1861 Luigi Chinetti Dritte Französische Republik Philippe Étancelin
Italien 1861 Luigi Chinetti
Alfa Romeo 8C 2300 2886,938 km
1935 Vereinigtes Konigreich Arthur W. Fox & Charles Nichol Vereinigtes Konigreich Johnny Hindmarsh
Vereinigtes Konigreich Luis Fontés
Lagonda M45R Rapide 3006,797 km
1936 Abgesagt
1937 Dritte Französische Republik Roger Labric Dritte Französische Republik Jean-Pierre Wimille
Dritte Französische Republik Robert Benoist
Bugatti Type 57G Tank 3287,938 km
1938 Dritte Französische Republik Eugène Chaboud et Jean Trémoulet Dritte Französische Republik Eugène Chaboud
Dritte Französische Republik Jean Trémoulet
Delahaye 135CS 3180,940 km
1939 Dritte Französische Republik Jean-Pierre Wimille Dritte Französische Republik Eugène Chaboud
Dritte Französische Republik Pierre Veyron
Bugatti 57C Tank 3354,760 km
1949 Vereinigtes Konigreich Lord Selsdon Vereinigtes Konigreich Lord Selsdon
Vereinigte Staaten 48 Luigi Chinetti
Ferrari 166MM 3178,299 km
1950 Frankreich Louis Rosier Frankreich Louis Rosier
Frankreich Jean-Louis Rosier
Talbot-Lago T26 GS 3465,120 km
1951 Vereinigtes Konigreich Peter Walker Vereinigtes Konigreich Peter Walker
Vereinigtes Konigreich Peter Whitehead
Jaguar XK 120C 3611,193 km
1952 Deutschland Daimler-Benz A.G. Deutschland Hermann Lang
Deutschland Fritz Riess
Mercedes-Benz 300 SL 3733,800 km
1953 Vereinigtes Konigreich Jaguar Cars Ltd. Vereinigtes Konigreich Tony Rolt
Vereinigtes Konigreich Duncan Hamilton
Jaguar C-Type 4088,064 km
1954 Italien Scuderia Ferrari Argentinien José Froilán González
Frankreich Maurice Trintignant
Ferrari 375 Plus 4061,150 km
1955 Vereinigtes Konigreich Jaguar Cars Ltd. Vereinigtes Konigreich Mike Hawthorn
Vereinigtes Konigreich Ivor Bueb
Jaguar D-Type 4135,380 km
1956 Vereinigtes Konigreich Ecurie Ecosse Vereinigtes Konigreich Ron Flockhart
Vereinigtes Konigreich Ninian Sanderson
Jaguar D-Type 4034,929 km
1957 Vereinigtes Konigreich Ecurie Ecosse Vereinigtes Konigreich Ron Flockhart
Vereinigtes Konigreich Ivor Bueb
Jaguar D-Type 4397,108 km
1958 Italien Scuderia Ferrari Belgien Olivier Gendebien
Vereinigte Staaten 48 Phil Hill
Ferrari 250TR58 4101,926 km
1959 Vereinigtes Konigreich David Brown Racing Dept. Vereinigte Staaten 48 Carroll Shelby
Vereinigtes Konigreich Roy Salvadori
Aston Martin DBR1/300 4347,900 km
1960 Italien Scuderia Ferrari SpA Belgien Olivier Gendebien
Belgien Paul Frère
Ferrari 250TR59/60 4217,500 km
1961 Italien Scuderia Ferrari Belgien Olivier Gendebien
Vereinigte Staaten Phil Hill
Ferrari 250TRI/61 4476,580 km
1962 Italien SpA Ferrari SEFAC Belgien Olivier Gendebien
Vereinigte Staaten Phil Hill
Ferrari 330TRI LM Spyder 4451,255 km
1963 Italien SpA Ferrari SEFAC Italien Lorenzo Bandini
Italien Ludovico Scarfiotti
Ferrari 250P 4561,710 km
1964 Italien SpA Ferrari SEFAC Frankreich Jean Guichet
Italien Nino Vaccarella
Ferrari 275P 4695,310 km
1965 Vereinigte Staaten North American Racing Team Vereinigte Staaten Masten Gregory
Osterreich Jochen Rindt
Ferrari 250LM 4677,110 km
1966 Vereinigte Staaten Shelby-American Inc. Neuseeland Bruce McLaren
Neuseeland Chris Amon
Ford GT40 Mk.II 4843,090 km
1967 Vereinigte Staaten Shelby-American Inc. Vereinigte Staaten Dan Gurney
Vereinigte Staaten A. J. Foyt
Ford GT40 Mk.IV 5232,900 km
1968 Vereinigtes Konigreich John Wyer Automotive Engineering Mexiko Pedro Rodríguez
Belgien Lucien Bianchi
Ford GT40 Mk.I 4452,880 km
1969 Vereinigtes Konigreich John Wyer Automotive Engineering Belgien Jacky Ickx
Vereinigtes Konigreich Jackie Oliver
Ford GT40 Mk.I 4997,880 km
1970 Osterreich Porsche KG Salzburg Deutschland Hans Herrmann
Vereinigtes Konigreich Richard Attwood
Porsche 917K 4607,810 km
1971 Deutschland Martini Racing Team Osterreich Helmut Marko
Niederlande Gijs van Lennep
Porsche 917K 5335,313 km
1972 Frankreich Equipe Matra-Simca Shell Frankreich Henri Pescarolo
Vereinigtes Konigreich Graham Hill
Matra-Simca MS670 4691,343 km
1973 Frankreich Equipe Matra-Simca Shell Frankreich Henri Pescarolo
Frankreich Gérard Larrousse
Matra-Simca MS670B 4853,945 km
1974 Frankreich Equipe Gitanes Frankreich Henri Pescarolo
Frankreich Gérard Larrousse
Matra-Simca MS670C 4606,571 km
1975 Vereinigtes Konigreich Gulf Research Racing Belgien Jacky Ickx
Vereinigtes Konigreich Derek Bell
Gulf GR8 4595,577 km
1976 Deutschland Martini Racing Porsche System Belgien Jacky Ickx
Niederlande Gijs van Lennep
Porsche 936 4769,923 km
1977 Deutschland Martini Racing Porsche System Belgien Jacky Ickx
Vereinigte Staaten Hurley Haywood
Deutschland Jürgen Barth
Porsche 936/77 4671,830 km
1978 Frankreich Renault Sport Frankreich Didier Pironi
Frankreich Jean-Pierre Jaussaud
Renault Alpine A442 5044,530 km
1979 Deutschland Porsche Kremer Racing Vereinigte Staaten Don Whittington
Deutschland Klaus Ludwig
Vereinigte Staaten Bill Whittington
Porsche 935K3 4173,930 km
1980 Frankreich LePoint Jean Rondeau Frankreich Jean Rondeau
Frankreich Jean-Pierre Jaussaud
Rondeau M379 4608,020 km
1981 Deutschland Porsche System Engineering Belgien Jacky Ickx
Vereinigtes Konigreich Derek Bell
Porsche 936 4825,348 km
1982 Deutschland Rothmans Porsche System Belgien Jacky Ickx
Vereinigtes Konigreich Derek Bell
Porsche 956 4899,086 km
1983 Deutschland Rothmans Porsche Australien Vern Schuppan
Vereinigte Staaten Hurley Haywood
Vereinigte Staaten Al Holbert
Porsche 956 5047,934 km
1984 Deutschland New-Man Joest Racing Frankreich Henri Pescarolo
Deutschland Klaus Ludwig
Porsche 956B 4900,276 km
1985 Deutschland New-Man Joest Racing Italien Paolo Barilla
Deutschland Klaus Ludwig
Deutschland Louis Krages
Porsche 956B 5088,507 km
1986 Deutschland Rothmans Porsche Vereinigtes Konigreich Derek Bell
Deutschland Hans-Joachim Stuck
Vereinigte Staaten Al Holbert
Porsche 962C 4972,731 km
1987 Deutschland Rothmans Porsche AG Vereinigtes Konigreich Derek Bell
Deutschland Hans-Joachim Stuck
Vereinigte Staaten Al Holbert
Porsche 962C 4991,700 km
1988 Vereinigtes Konigreich Silk Cut Jaguar Niederlande Jan Lammers
Vereinigtes Konigreich Johnny Dumfries
Vereinigtes Konigreich Andy Wallace
Jaguar XJR-9LM 5332,970 km
1989 Schweiz Team Sauber Mercedes Deutschland Jochen Mass
Deutschland Manuel Reuter
Schweden Stanley Dickens
Sauber C9 5265,115 km
1990 Vereinigtes Konigreich Silk Cut Jaguar Danemark John Nielsen
Vereinigte Staaten Price Cobb
Vereinigtes Konigreich Martin Brundle
Jaguar XJR-12 4882,400 km
1991 Japan Mazdaspeed Co. Ltd. Vereinigtes Konigreich Johnny Herbert
Deutschland Volker Weidler
Belgien Bertrand Gachot
Mazda 787B 4922,810 km
1992 Frankreich Peugeot Talbot Sport Frankreich Yannick Dalmas
Vereinigtes Konigreich Derek Warwick
Vereinigtes Konigreich Mark Blundell
Peugeot 905 Evo 1B 4787,200 km
1993 Frankreich Peugeot Talbot Sport Frankreich Éric Hélary
Frankreich Christophe Bouchut
Australien Geoff Brabham
Peugeot 905 Evo 1B 5100,000 km
1994 Deutschland Le Mans Porsche Team Frankreich Yannick Dalmas
Vereinigte Staaten Hurley Haywood
Italien Mauro Baldi
Dauer 962 LM 4678,400 km
1995 Vereinigtes Konigreich Kokusai Kaihatsu Racing Frankreich Yannick Dalmas
Japan Masanori Sekiya
Finnland JJ Lehto
McLaren F1 GTR 4055,800 km
1996 Deutschland Joest Racing Osterreich Alexander Wurz
Deutschland Manuel Reuter
Vereinigte Staaten Davy Jones
TWR-Porsche WSC-95 4814,400 km
1997 Deutschland Joest Racing Danemark Tom Kristensen
Italien Michele Alboreto
Schweden Stefan Johansson
TWR-Porsche WSC-95 4909,600 km
1998 Deutschland Porsche AG Frankreich Laurent Aïello
Vereinigtes Konigreich Allan McNish
Monaco Stéphane Ortelli
Porsche 911 GT1 4773,184 km
1999 Deutschland Team BMW Motorsport Frankreich Yannick Dalmas
Deutschland Joachim Winkelhock
Italien Pierluigi Martini
BMW V12 LMR 4967,991 km
2000 Deutschland Audi Sport Team Joest Danemark Tom Kristensen
Deutschland Frank Biela
Italien Emanuele Pirro
Audi R8 5007,988 km
2001 Deutschland Audi Sport Team Joest Danemark Tom Kristensen
Deutschland Frank Biela
Italien Emanuele Pirro
Audi R8 4367,205 km
2002 Deutschland Audi Sport Team Joest Danemark Tom Kristensen
Deutschland Frank Biela
Italien Emanuele Pirro
Audi R8 5118,750 km
2003 Vereinigtes Konigreich Team Bentley Danemark Tom Kristensen
Vereinigtes Konigreich Guy Smith
Italien Rinaldo Capello
Bentley Speed 8 5146,050 km
2004 Japan Audi Sport Japan Team Goh Danemark Tom Kristensen
Japan Seiji Ara
Italien Rinaldo Capello
Audi R8 5169,970 km
2005 Vereinigte Staaten ADT Champion Racing Danemark Tom Kristensen
Deutschland Marco Werner
Finnland JJ Lehto
Audi R8 5050,500 km
2006 Deutschland Audi Sport Team Joest Deutschland Marco Werner
Deutschland Frank Biela
Italien Emanuele Pirro
Audi R10 TDI 5197,000 km
2007 Vereinigte Staaten Audi Sport North America Deutschland Marco Werner
Deutschland Frank Biela
Italien Emanuele Pirro
Audi R10 TDI 5029,101 km
2008 Vereinigte Staaten Audi Sport North America Danemark Tom Kristensen
Vereinigtes Konigreich Allan McNish
Italien Rinaldo Capello
Audi R10 TDI 5192,650 km
2009 Frankreich Peugeot Sport Total Osterreich Alexander Wurz
Spanien Marc Gené
Australien David Brabham
Peugeot 908 HDi FAP 5206,280 km
2010 Vereinigte Staaten Audi Sport North America Deutschland Mike Rockenfeller
Frankreich Romain Dumas
Deutschland Timo Bernhard
Audi R15 TDI Plus 5410,713 km
2011 Deutschland Audi Sport Team Joest Deutschland André Lotterer
Frankreich Benoît Tréluyer
Schweiz Marcel Fässler
Audi R18 4838,295 km
2012 Deutschland Audi Sport Team Joest Deutschland André Lotterer
Frankreich Benoît Tréluyer
Schweiz Marcel Fässler
Audi R18 e-tron quattro 5151,800 km
2013 Deutschland Audi Sport Team Joest Danemark Tom Kristensen
Vereinigtes Konigreich Allan McNish
Frankreich Loïc Duval
Audi R18 e-tron quattro 4742,892 km
2014 Deutschland Audi Sport Team Joest Deutschland André Lotterer
Frankreich Benoît Tréluyer
Schweiz Marcel Fässler
Audi R18 e-tron quattro 5165,391 km
2015 Deutschland Team Porsche Deutschland Nico Hülkenberg
Vereinigtes Konigreich Nick Tandy
Neuseeland Earl Bamber
Porsche 919 Hybrid 5382,820 km
2016 Deutschland Team Porsche Schweiz Neel Jani
Frankreich Romain Dumas
Deutschland Marc Lieb
Porsche 919 Hybrid 5233,536 km

Rekorde

Der Brite Jackie Oliver fuhr bei den Vortests 1971 mit 3:13,6 Minuten die beste Rundenzeit und erzielte dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 250,457 km/h. Im selben Jahr fuhr Oliver mit 3:18,4 Minuten auch die schnellste Rennrunde. Auf einem Porsche 917 Langheck erreichte er dabei einen Rundenschnitt von 244,387 km/h auf der damals 13,469 km langen Strecke.[5] Jedoch wurde 2008 auf der durch Schikanen 160 m längeren Strecke von einem Peugeot 908 HDi FAP mit 246,068 km/h ein höherer Schnitt erzielt. Dieser wurde im Qualifying 2015 von Neel Jani in einem Porsche 919 Hybrid mit 249,2 km/h mit einer Zeit von 3:16.887 min nochmals verbessert.[6]

Die schnellste Qualifikationsrunde konnte 1985 von Hans-Joachim Stuck auf einem Porsche 962 erreicht werden. Die damals 13,626 km lange Strecke wurde in 3:14,8 Minuten umrundet, was einem Schnitt von 251,815 km/h entspricht. Während des Rennens von 1988 erzielte der WM P88 von Welter Racing mit Roger Dorchy am Steuer mit 405 km/h die höchste jemals auf dieser Strecke gemessene Geschwindigkeit.[7] Auf der langen Geraden, der Ligne Droite des Hunaudières, auch Mulsanne Straight genannt, gab es bis Ende der 80er Jahre jedoch noch keine Schikanen. Diese wurden erst 1990 errichtet.

Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 200 km/h wurde erstmals 1966 überboten, als Bruce McLaren im Ford GT40 das Rennen gewann.

Die längste jemals zurückgelegte Distanz beträgt 5410,713 km, diesen Rekord stellten 2010 Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller in einem Audi R15 TDI Plus auf. Das entspricht einschließlich Boxenstopps einem Schnitt von 225,45 km pro Stunde.

Der erfolgreichste Hersteller ist Porsche mit 18 Siegen, gefolgt von Audi mit 13 Siegen.

Der erfolgreichste Fahrer in Le Mans ist Tom Kristensen mit neun Siegen (bei 17 Starts). In den Jahren 1997, 2000 bis 2005 sowie 2008 und 2013 erzielte er jeweils den ersten Platz. Ähnlich erfolgreich waren nur Jacky Ickx mit sechs sowie Derek Bell, Frank Biela und Emanuele Pirro mit jeweils fünf Siegen.

Laut ACO war das 83. 24-Stunden-Rennen 2015 jenes mit den meisten Zuschauern. 263.500 Menschen waren am Rennwochenende in Le Mans an der Strecke.[8]

Mediale Verarbeitung

1970 drehte Steve McQueen einen Spielfilm rund um das 24-Stunden-Rennen mit dem Titel Le Mans, der im Oktober 1971 in die Kinos kam. 2002 drehte ein Filmteam um Regisseur Luc Besson Aufnahmen zur Real-Verfilmung von Michel Vaillant. Dazu wurden zwei zusätzliche Boxen gebaut und zwei Wagen des französischen DAMS-Teams eingesetzt: einen in Michel-Vaillant-Farben gehaltenen Lola und einen schwarz-roten Panoz für das Leader-Team. Um den Auflagen des ACO nachzukommen, wurden professionelle Rennfahrer eingesetzt.

Es gibt mehrere Computer- und Arcade-Spiele von diesem Rennen. Das erste war WEC Le Mans 24 von Konami (1986 mit halbrundem, drehbarem Fahrzeugnachbau), andere waren von Sega. Eine aktuelle Rennspielverarbeitung der Strecke findet sich in Race Driver: GRID von Codemasters oder als Mod im Spiel rFactor von Image Space Incorporated wieder. Das 2009 veröffentlichte Forza Motorsport 3 von Turn 10 Studios enthält neben dem aktuellen Kurs ebenso die alte Variante ohne Schikanen, sowie den Circuit Bugatti. Im 2010 erschienenen Playstation-3-Spiel Gran Turismo 5 findet sich die Strecke mit und ohne Schikanen. Seit Mai 2014 ist der Le Mans Circuit in Real Racing 3 enthalten. Die neueste Implementierung der Strecke ist im Mai 2015 erschienenen Project CARS enthalten.

Weblinks

 Commons: 24-Stunden-Rennen von Le Mans  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Brief statistics about motorsport fatalities. motorsportmemorial.org, abgerufen am 18. Juli 2015 (Motorsport-Unfall-Statistiken)
  2. Pierre Levegh. motorsportmemorial.org, abgerufen am 18. Juli 2015 (Levegh-Unfall-Quellen).
  3. Car and truck fatalities by circuit: Circuit: Le Mans (Circuit de la Sarthe). motorsportmemorial.org, abgerufen am 18. Juli 2015 (Liste aller bisherigen 117 Le-Mans-Todesopfer inkl. der 84 Toten von 1955).
  4. Michail Hengstenberg, Christoph Stockburger: 24 Stunden unter Strom: Ein Le Mans-Spezial. Spiegel Online, 3. Juni 2014.
  5. Jean-Philippe Doret: 18 April 1971 : double record for the Porsche 917. Artikel auf der Website von 24 Stunden Le Mans, 19. April 2011, abgerufen am 18. Juli 2015 (französisch)
  6. 24-Stunden-Rennen von Le Mans: Neel Jani auf der Pole-Position. Neue Zürcher Zeitung, 12. Juni 2015.
  7. Two Le Mans legends at auction. lemans.org, 19. April 2012 (französisch)
  8. 24h Le Mans 2008: Aller guten Dinge sind drei. Auto Zeitung, 17. Februar 2009

Kategorien: 24 Stunden von Le Mans | Sportwagenrennen | Motorsportwettbewerb (Frankreich) | Sportveranstaltung in Le Mans

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/24-Stunden-Rennen von Le Mans (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.