200-Meter-Lauf - LinkFang.de





200-Meter-Lauf


Der 200-Meter-Lauf ist eine olympische Sprintdisziplin der Leichtathletik. Dabei wird eine halbe Stadionrunde gelaufen, bei der der Start vor der Kurve liegt. Der Start erfolgt in der Regel im Tiefstart mit Startblöcken. Jeder Sportler läuft dabei in seiner eigenen Bahn. Läufe auf gerader Strecke werden nicht in den Rekordlisten berücksichtigt.

Die schnellsten Männer erreichen eine Zeit von knapp 20 Sekunden (ca. 10 m/s = 36 km/h), die schnellsten Frauen eine Zeit von knapp 22 Sekunden.

Der im Jahr 2009 bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin von Usain Bolt aufgestellte Männer-Weltrekord von 19,19 s entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10,42 m/s oder 37,52 km/h.

Der im Jahre 1988 von Florence Griffith-Joyner aufgestellte Frauen-Weltrekord von 21,34 s entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 9,37 m/s oder 33,73 km/h.

Rekorde mit Rückenwindunterstützung werden nur anerkannt, wenn die Windgeschwindigkeit höchstens 2,0 Meter pro Sekunde betrug. Dazu wird die Windgeschwindigkeit zehn Sekunden lang gemessen, sobald der erste Läufer die Zielgerade erreicht (IAAF-Regel 163.8).[1]

Der 200-Meter-Lauf ist auch die vierte Teildisziplin der Mehrkämpfer beim Siebenkampf der Frauen.

Außer für die 200-Meter-Einzelstrecke registriert die Internationale Leichtathletik-Föderation IAAF auch Weltrekorde für den 4-mal-200-Meter-Staffellauf.

Geschichte

Die 200-Meter-Strecke hat als Kurzstrecken-Wettbewerb die längste Geschichte, da bei den Olympischen Spielen der Antike der Lauf über ein Stadion mit 192,28 Metern ähnlich lang war.

In der Neuzeit wurde die Strecke zunächst im 19. Jahrhundert als Achtelmeile (Furlong), 201,12 Meter, im englischsprachigen Raum gelaufen.

Bei Olympischen Spielen laufen die Männer die 200 Meter seit 1900, die Frauen seit 1948.

200-Meter-Lauf auf gerader Bahn

Rekordläufe wurden bis 1959 auch auf anderen Bahnen als den für die offiziellen Meisterschaften standardisierten 400-Meter-Bahnen anerkannt. Deshalb wurde eine Reihe von Rekorden auf 600-Meter-Bahnen aufgestellt, die eine gerade 200-Meter-Strecke ohne Kurve aufwiesen, was einen Zeitgewinn von ca. drei bis vier Zehntelsekunden gegenüber der Kurvenstrecke brachte. Ab 1960 wurden, rückwirkend bis 1951, getrennte Rekordlisten geführt.

Die aktuelle Weltbestzeit über 200 Meter auf gerader Bahn hält der US-Amerikaner Tyson Gay mit 19,41 s, gelaufen am 16. Mai 2010 in Manchester. Zuvor hatte Tommie Smith den Rekord seit 1966 mit 19,5 s gehalten.

200-Meter-Lauf in der Halle

In der Halle wird die 200-Meter-Strecke ebenfalls gelaufen, sie entspricht dort einer Stadionrunde. Da die Läufer auf den engen Innenbahnen stark benachteiligt sind, wird diese Strecke seit 2006 nicht mehr bei Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften ausgetragen.

Meilensteine

  • Erster offiziell von der IAAF geführter Weltrekord: 21,6 s, Vereinigte Staaten Archie Hahn, 1904 (später gelöscht)
  • Erster Lauf unter 22 Sekunden: 21,8 s, Vereinigte Staaten 44 Luther Cary, 1891
  • Erster Lauf unter 21 Sekunden: 20,7 s, Vereinigte Staaten 48 Jesse Owens, 1936
  • Erster Lauf unter 20 Sekunden: 19,83 s, Vereinigte Staaten Tommie Smith, 1968
  • Erste Läuferin unter 24 Sekunden: 23,6 s, Polen Stanisława Walasiewicz, 1935
  • Erste Läuferin unter 23 Sekunden: 22,9 s, Vereinigte Staaten Wilma Rudolph, 1960
  • Erste Läuferin unter 22 Sekunden: 21,71 s, Deutschland Demokratische Republik 1949 Marita Koch, 1979

Erfolgreichste Sportler

Statistik

Medaillengewinner der Olympischen Spiele

Männer

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1900 Vereinigte Staaten 45 Walter Tewksbury Britisch-Indien Norman Pritchard Australien Stan Rowley
1904 Vereinigte Staaten 45 Archie Hahn Vereinigte Staaten 45 Nate Cartmell Vereinigte Staaten 45 William Hogenson
1908 Kanada 1868 Bobby Kerr Vereinigte Staaten 46 Robert Cloughen Vereinigte Staaten 46 Nate Cartmell
1912 Vereinigte Staaten 48 Ralph Craig Vereinigte Staaten 48 Donald Lippincott Vereinigtes Konigreich Willie Applegarth
1920 Vereinigte Staaten 48 Allen Woodring Vereinigte Staaten 48 Charles Paddock Vereinigtes Konigreich Harry Edward
1924 Vereinigte Staaten 48 Jackson Scholz Vereinigte Staaten 48 Charles Paddock Vereinigtes Konigreich Eric Liddell
1928 Kanada 1921 Percy Williams Vereinigtes Konigreich Walter Rangeley Deutsches Reich Helmut Körnig
1932 Vereinigte Staaten 48 Eddie Tolan Vereinigte Staaten 48 George Simpson Vereinigte Staaten 48 Ralph Metcalfe
1936 Vereinigte Staaten 48 Jesse Owens Vereinigte Staaten 48 Mack Robinson Niederlande Martinus Osendarp
1948 Vereinigte Staaten 48 Mel Patton Vereinigte Staaten 48 Barney Ewell Panama Lloyd LaBeach
1952 Vereinigte Staaten 48 Andy Stanfield Vereinigte Staaten 48 Thane Baker Vereinigte Staaten 48 James Gathers
1956 Vereinigte Staaten 48 Bobby Morrow Vereinigte Staaten 48 Andy Stanfield Vereinigte Staaten 48 Thane Baker
1960 Italien Livio Berruti Vereinigte Staaten Lester Carney Senegal Abdoulaye Seye
1964 Vereinigte Staaten Henry Carr Vereinigte Staaten Paul Drayton Trinidad und Tobago Edwin Roberts
1968 Vereinigte Staaten Tommie Smith Australien Peter Norman Vereinigte Staaten John Carlos
1972 Sowjetunion 1955 Walerij Borsow Vereinigte Staaten Larry Black Italien Pietro Mennea
1976 Jamaika Donald Quarrie Vereinigte Staaten Millard Hampton Vereinigte Staaten Dwayne Evans
1980 Italien Pietro Mennea Vereinigtes Konigreich Allan Wells Jamaika Don Quarrie
1984 Vereinigte Staaten Carl Lewis Vereinigte Staaten Kirk Baptiste Vereinigte Staaten Thomas Jefferson
1988 Vereinigte Staaten Joe DeLoach Vereinigte Staaten Carl Lewis Brasilien 1968 Robson Caetano da Silva
1992 Vereinigte Staaten Michael Marsh Namibia Frank Fredericks Vereinigte Staaten Michael Bates
1996 Vereinigte Staaten Michael Johnson Namibia Frank Fredericks Trinidad und Tobago Ato Boldon
2000 Griechenland Konstantinos Kenteris Vereinigtes Konigreich Darren Campbell Trinidad und Tobago Ato Boldon
2004 Vereinigte Staaten Shawn Crawford Vereinigte Staaten Bernard Williams Vereinigte Staaten Justin Gatlin
2008 Jamaika Usain Bolt Vereinigte Staaten Shawn Crawford Vereinigte Staaten Walter Dix
2012 Jamaika Usain Bolt Jamaika Yohan Blake Jamaika Warren Weir

Frauen

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1948 Niederlande Fanny Blankers-Koen Vereinigtes Konigreich Audrey Williamson Vereinigte Staaten 48 Audrey Patterson
1952 Australien Marjorie Jackson Niederlande Bertha Brouwer Sowjetunion 1923 Nadeschda Chnykina
1956 Australien Betty Cuthbert Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch Christa Stubnick Australien Marlene Mathews
1960 Vereinigte Staaten Wilma Rudolph Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch Jutta Heine Vereinigtes Konigreich Dorothy Hyman
1964 Vereinigte Staaten Edith McGuire Polen Irena Kirszenstein Australien Marilyn Black
1968 Polen Irena Szewińska Australien Raelene Boyle Australien Jenny Lamy
1972 Deutschland Demokratische Republik 1949 Renate Stecher Australien Raelene Boyle Polen Irena Szewińska
1976 Deutschland Demokratische Republik 1949 Bärbel Eckert Deutschland BR Annegret Richter Deutschland Demokratische Republik 1949 Renate Stecher
1980 Deutschland Demokratische Republik 1949 Bärbel Eckert Sowjetunion 1955 Natalja Botschina Jamaika Merlene Ottey
1984 Vereinigte Staaten Valerie Brisco-Hooks Vereinigte Staaten Florence Griffith-Joyner Jamaika Merlene Ottey
1988 Vereinigte Staaten Florence Griffith-Joyner Jamaika Grace Jackson Deutschland Demokratische Republik 1949 Heike Drechsler
1992 Vereinigte Staaten Gwen Torrence Jamaika Juliet Cuthbert Jamaika Merlene Ottey
1996 Frankreich Marie-José Perec Jamaika Merlene Ottey Nigeria Mary Onyali-Omagbemi
2000 Bahamas Pauline Davis Sri Lanka Susanthika Jayasinghe Jamaika Beverly McDonald
2004 Jamaika Veronica Campbell-Brown Vereinigte Staaten Allyson Felix Bahamas Debbie Ferguson
2008 Jamaika Veronica Campbell-Brown Vereinigte Staaten Allyson Felix Jamaika Kerron Stewart
2012 Vereinigte Staaten Allyson Felix Jamaika Shelly-Ann Fraser-Pryce Vereinigte Staaten Carmelita Jeter

Medaillengewinner der Weltmeisterschaften

Männer

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Vereinigte Staaten Calvin Smith Vereinigte Staaten Elliott Quow Italien Pietro Mennea
1987 Vereinigte Staaten Calvin Smith Frankreich Gilles Queneherve Vereinigtes Konigreich John Regis
1991 Vereinigte Staaten Michael Johnson Namibia Frank Fredericks Kanada Atlee Mahorn
1993 Namibia Frank Fredericks Vereinigtes Konigreich John Regis Vereinigte Staaten Carl Lewis
1995 Vereinigte Staaten Michael Johnson Namibia Frank Fredericks Vereinigte Staaten Jeff Williams
1997 Trinidad und Tobago Ato Boldon Namibia Frank Fredericks Brasilien Claudinei da Silva
1999 Vereinigte Staaten Maurice Greene Brasilien Claudinei da Silva Nigeria Francis Obikwelu
2001 Griechenland Konstantinos Kenteris Jamaika Christopher Williams Vereinigte Staaten Shawn Crawford
2003 Vereinigte Staaten John Capel Vereinigte Staaten Darvis Patton Japan Shingo Suetsugu
2005 Vereinigte Staaten Justin Gatlin Vereinigte Staaten Wallace Spearmon Vereinigte Staaten John Capel
2007 Vereinigte Staaten Tyson Gay Jamaika Usain Bolt Vereinigte Staaten Wallace Spearmon
2009 Jamaika Usain Bolt Panama Alonso Edward Vereinigte Staaten Wallace Spearmon
2011 Jamaika Usain Bolt Vereinigte Staaten Walter Dix Frankreich Christophe Lemaitre
2013 Jamaika Usain Bolt Jamaika Warren Weir Vereinigte Staaten Curtis Mitchell
2015 Jamaika Usain Bolt Vereinigte Staaten Justin Gatlin Sudafrika Anaso Jobodwana

Frauen

Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille
1983 Deutschland Demokratische Republik 1949 Marita Koch Jamaika Merlene Ottey Vereinigtes Konigreich Kathy Smallwood-Cook
1987 Deutschland Demokratische Republik 1949 Silke Möller Vereinigte Staaten Florence Griffith-Joyner Jamaika Merlene Ottey
1991 Deutschland Katrin Krabbe Vereinigte Staaten Gwen Torrence Jamaika Merlene Ottey
1993 Jamaika Merlene Ottey Vereinigte Staaten Gwen Torrence Russland Irina Priwalowa
1995 Jamaika Merlene Ottey Russland Irina Priwalowa Russland Galina Maltschugina
1997 Ukraine Schanna Pintussewytsch Sri Lanka Susanthika Jayasinghe Jamaika Merlene Ottey
1999 Vereinigte Staaten Inger Miller Jamaika Beverly McDonald Jamaika Merlene Frazer

Deutschland Andrea Philipp

2001 Vereinigte Staaten Marion Jones Jamaika Debbie Ferguson Vereinigte Staaten LaTasha Jenkins
2003 Russland Anastassija Kapatschinskaja Vereinigte Staaten Torri Edwards Frankreich Muriel Hurtis
2005 Vereinigte Staaten Allyson Felix Vereinigte Staaten Rachelle Boone-Smith Frankreich Christine Arron
2007 Vereinigte Staaten Allyson Felix Jamaika Veronica Campbell Sri Lanka Susanthika Jayasinghe
2009 Vereinigte Staaten Allyson Felix Jamaika Veronica Campbell-Brown Bahamas Debbie Ferguson-McKenzie
2011 Jamaika Veronica Campbell-Brown Vereinigte Staaten Carmelita Jeter Vereinigte Staaten Allyson Felix
2013 Jamaika Shelly-Ann Fraser-Pryce Elfenbeinküste Murielle Ahouré Nigeria Blessing Okagbare
2015 Niederlande Dafne Schippers Jamaika Elaine Thompson Jamaika Veronica Campbell-Brown

Siehe auch

Weltrekordentwicklung

Männer

y: Zeit wurde in einem 220-Yards-Lauf (220 y = 201,168 m) erzielt.

Zeit (s) Name Land Datum Ort
21,2 y Willie Applegarth Vereinigtes Konigreich GBR 04.07.1914 London
21,0 Helmut Körnig Deutsches Reich GER 26.08.1928 Bochum
21,0 Ralph Metcalfe Vereinigte Staaten 48 USA 06.08.1933 Berlin
21,0 Jesse Owens Vereinigte Staaten 48 USA 12.07.1936 New York City
20,7 Jesse Owens Vereinigte Staaten 48 USA 05.08.1936 Berlin
21,1 y Barney Ewell Vereinigte Staaten 48 USA 22.06.1940 Minneapolis
20,9 y Barney Ewell Vereinigte Staaten 48 USA 09.05.1942 Pittsburgh
20,7 Mel Patton Vereinigte Staaten 48 USA 10.07.1948 Evanston
20,9 y Lloyd LaBeach Panama PAN 05.09.1946 Kingston
20,7 Barney Ewell Vereinigte Staaten 48 USA 10.07.1948 Evanston
20,6 y Andy Stanfield Vereinigte Staaten 48 USA 26.05.1951 Philadelphia
20,6 Andy Stanfield Vereinigte Staaten 48 USA 28.06.1952 Los Angeles
20,6 Bobby Morrow Vereinigte Staaten 48 USA 16.06.1956 Berkeley
20,6 Thane Baker Vereinigte Staaten 48 USA 23.06.1956 Bakersfield
20,6 Andy Stanfield Vereinigte Staaten 48 USA 23.06.1956 Bakersfield
20,6 Bobby Morrow Vereinigte Staaten 48 USA 30.06.1956 Los Angeles
20,6 Thane Baker Vereinigte Staaten 48 USA 27.10.1956 Santa Ana
20,6 Bobby Morrow Vereinigte Staaten 48 USA 27.11.1956 Melbourne
20,6 Manfred Germar Deutsches Reich GER 01.10.1958 Wuppertal
20,6 Ray Norton Vereinigte Staaten 48 USA 02.05.1959 San José
20,6 Ray Norton Vereinigte Staaten 49 USA 04.08.1959 Göteborg
20,6 Ray Norton Vereinigte Staaten 49 USA 19.03.1960 Berkeley
20,6 Ray Norton Vereinigte Staaten 49 USA 30.04.1960 Philadelphia
20,5 y Peter Radford Vereinigtes Konigreich GBR 28.05.1960 Wolverhampton
20,5 Stone Johnson Vereinigte Staaten 49 USA 02.07.1960 Stanford
20,5 Ray Norton Vereinigte Staaten 49 USA 02.07.1960 Stanford
20,5 y Paul Drayton Vereinigte Staaten USA 23.06.1962 Walnut
20,5 Bob Hayes Vereinigte Staaten USA 10.02.1963 Pointe-Pierre
20,5 y Bob Hayes Vereinigte Staaten USA 02.03.1963 Coral Gables
20,4 y Henry Carr Vereinigte Staaten USA 19.03.1963 Tempe
20,3 y Henry Carr Vereinigte Staaten USA 23.03.1963 Tempe
20,2 y Henry Carr Vereinigte Staaten USA 04.04.1964 Tempe
20,0 y Tommie Smith Vereinigte Staaten USA 11.06.1968 Sacramento
19,92 John Carlos Vereinigte Staaten USA 12.09.1968 Echo Summit
19,83 Tommie Smith Vereinigte Staaten USA 16.10.1968 Mexiko-Stadt
19,8 (19,86) Donald Quarrie Jamaika JAM 03.08.1971 Cali
19,72 Pietro Mennea Italien ITA 12.09.1979 Mexiko-Stadt
19,66 Michael Johnson Vereinigte Staaten USA 23.06.1996 Atlanta
19,32 Michael Johnson Vereinigte Staaten USA 01.08.1996 Atlanta
19,30 Usain Bolt Jamaika JAM 20.08.2008 Peking
19,19 Usain Bolt Jamaika JAM 20.08.2009 Berlin

Frauen

Die früheste erfasste Bestzeit stammt von Maria Viinikainen, Finnland: Sie brauchte auf dem vereisten See Peuranka bei Laukaa für eine 201,8 Meter lange Strecke 48,0 s.

Von 1885 bis 1903 wurde in den USA die Zeit für die 220-Yards-Strecke (201,17 m) von 36 1/4 s auf 30 3/5 s verbessert.

Die erste 200-Meter-Zeit wurde am 7. Juni 1908 in Finnland erfasst (Eufrosyne Simola, FIN, 30,3 s).

Die letzten Bestzeiten vor der offiziellen Anerkennung von Weltrekorden durch die Frauensportorganisation FSFI erzielten die deutsche Läuferin Grossmann (Vorname unbekannt; 28,7 s am 22. Mai 1921 in Berlin) und die Tschechin Marie Mejzlíková (28 3/5 s am 21. Mai 1922 in Paris auf einer 500-Meter-Bahn).

Der erste offizielle 200-Meter-Weltrekord mit der Zeit von 23,6 s wurde 1935 von Stanisława Walasiewicz in einem gemischten Rennen mit Männern aufgestellt, überdies war Stanisława Walasiewicz möglicherweise intersexuell (siehe Artikel zur Person). Nach den Frauen-Weltspielen 1934 waren 200-Meter-Läufe erst wieder 1948 bei den Olympischen Spielen 1948 im Programm eines internationalen Höhepunktes, und erst bei den Olympischen Spielen 1952 gelang es Fanny Blankers-Koen, den gültigen Weltrekord von 23,6 s wieder zu erreichen.

Stanisława Walasiewicz gelang es am 12. sowie am 18. Juni 1938 in Cleveland (USA), ihre Zeit auf der Yard-Strecke bis auf 23,9 s zu verbessern, die Ergebnisse wurden aber nicht als Weltrekorde ratifiziert.

Bemerkungen zur Tabelle:

  • y: Zeit wurde als 220-Yards-Weltrekord anerkannt und wird hier angegeben, sofern sie besser ist als der früher erzielte 200-Meter-Weltrekord
  • st: Zeit wurde auf einer Geraden erzielt (st für engl. straight)
  • * : Weltrekord wurde von der FSFI anerkannt, bevor die IAAF Frauen-Weltrekorde registrierte
  • Klammerangaben: Automatische Zeitnahme, anerkannt wurden jedoch die handgestoppten Zeiten
Zeit (s) Name Land Datum Ort
Handgestoppte Zeiten
27 4/5 * Alice Cast Vereinigtes Konigreich GBR 20.08.1922 Paris
26 4/5 y * Mary Lines Vereinigtes Konigreich GBR 23.09.1922 Waddon
26 1/5 y * Eileen Edwards Vereinigtes Konigreich GBR 20.08.1924 London
26,0 * Eileen Edwards Vereinigtes Konigreich GBR 03.10.1926 Paris
25 2/5 y * Eileen Edwards Vereinigtes Konigreich GBR 12.06.1927 Berlin
24,7 st * Kinue Hitomi Japan JPN 19.05.1929 Miyoshima
24,1 st * Stanisława Walasiewicz Polen POL 18.08.1932 Chicago
24,6 * Tollina Schuurman Niederlande NLD 13.08.1933 Brüssel
24,3 y * Stanisława Walasiewicz Polen POL 09.06.1935 Cleveland
23,6 y Stanisława Walasiewicz Polen POL 04.08.1935 Warschau
23,6 (23,74) Marjorie Jackson Australien AUS 25.07.1952 Helsinki
23,4 (23,59) Marjorie Jackson Australien AUS 25.07.1952 Helsinki
23,2 Betty Cuthbert Australien AUS 16.09.1956 Sydney
23,2 Betty Cuthbert Australien AUS 07.03.1960 Hobart
22,9 Wilma Rudolph Vereinigte Staaten USA 07.07.1960 Corpus Christi
22,7 Irena Kirszenstein Polen POL 08.08.1965 Warschau
22,5 (22,58) Irena Szewinska (Kirszenstein) Polen POL 18.10.1968 Mexiko-Stadt
22,4 Chi Cheng Chinese Taipei TPE 12.07.1970 München
22,4 (22,40) Renate Stecher Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR 07.09.1972 München
22,1 (22,38) Renate Stecher Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR 21.07.1973 Dresden
Elektronisch gestoppte Zeiten
22,21 Irena Szewinska Polen POL 13.06.1974 Potsdam
22,06 Marita Koch Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR 28.05.1978 Erfurt
22,02 Marita Koch Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR 03.06.1979 Leipzig
21,71 Marita Koch Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR 10.06.1979 Karl-Marx-Stadt
21,71 Marita Koch Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR 21.07.1984 Potsdam
21,71 Heike Drechsler Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR 29.06.1986 Jena
21,71 Heike Drechsler Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR 29.08.1986 Stuttgart
21,56 Florence Griffith-Joyner Vereinigte Staaten USA 29.09.1988 Seoul
21,34 Florence Griffith-Joyner Vereinigte Staaten USA 29.09.1988 Seoul

Weltbestenliste

Männer

Alle Läufer mit einer Zeit von 19,96 Sekunden oder schneller.[2] In Klammern: Wind in m/s. A=Zeit unter Höhenbedingungen erzielt. Letzte Veränderung: 10. Juli 2016

  1. 19,19 s (-0,3) Jamaika Usain Bolt, Berlin, 20. August 2009
  2. 19,26 s (0,7) Jamaika Yohan Blake, Brüssel, 16. September 2011
  3. 19,32 s (0,4) Vereinigte Staaten Michael Johnson, Atlanta, 1. August 1996
  4. 19,53 s (0,7) Vereinigte Staaten Walter Dix, Brüssel, 16. September 2011
  5. 19,57 s (0,4) Vereinigte Staaten Justin Gatlin, Eugene, 28. Juni 2015
  6. 19,58 s (1,3) Vereinigte Staaten Tyson Gay, New York City, 30. Mai 2009
  7. 19,63 s (0,4) Vereinigte Staaten Xavier Carter, Lausanne, 11. Juli 2006
  8. 19,65 s (0,0) Vereinigte Staaten Wallace Spearmon, Daegu, 28. September 2006
  9. 19,68 s (0,4) Namibia Frank Fredericks, Atlanta, 1. August 1996
  10. 19,72 s A (1,8) Italien Pietro Mennea, Mexiko-Stadt, 12. September 1979
  11. 19,73 s (-0,2) Vereinigte Staaten Michael Marsh, Barcelona, 5. August 1992
  12. 19,75 s (1,5) Vereinigte Staaten Carl Lewis, Indianapolis, 19. Juni 1983
  13. 19,75 s (1,7) Vereinigte Staaten Joe DeLoach, Seoul, 28. September 1988
  14. 19,77 s (0,7) Trinidad und Tobago Ato Boldon, Stuttgart, 13. Juli 1997
  15. 19,78 s (0,9) Vereinigte Staaten LaShawn Merritt, Nassau, 16. April 2016
  16. 19,79 s (1,2) Vereinigte Staaten Shawn Crawford, Athen, 26. August 2004
  17. 19,79 s (0,9) Jamaika Warren Weir, Kingston, 23. Juni 2013
  18. 19,80 s (0,8) Frankreich Christophe Lemaitre, Daegu, 3. September 2011
  19. 19,80 s (2,0) Jamaika Rasheed Dwyer, Toronto, 23. Juli 2015
  20. 19,81 s (-0,3) Panama Alonso Edward, Berlin, 20. August 2009
  21. 19,83 s A (0,9) Vereinigte Staaten Tommie Smith, Mexiko-Stadt, 16. Oktober 1968
  22. 19,84 s (1,7) Nigeria Francis Obikwelu, Sevilla, 25. August 1999
  23. 19,85 s (-0,3) Vereinigte Staaten John Capel, Sacramento, 23. Juli 2000
  24. 19,85 s (-0,5) Griechenland Konstantinos Kenteris, München, 9. August 2002
  25. 19,85 s (1,4) Niederlande Churandy Martina, Lausanne, 23. August 2012
  26. 19,85 s (0,0) Jamaika Nickel Ashmeade, Zürich, 30. August 2012
  27. 19,85 s (1,9) Vereinigte Staaten Ameer Webb, Doha, 6. Mai 2016
  28. 19,86 s A (1,0) Jamaika Donald Quarrie, Cali, 3. August 1971
  29. 19,86 s (1,6) Vereinigte Staaten Maurice Greene, Stockholm, 7. Juli 1997
  30. 19,86 s A (1,0) Jamaika Jason Young, Luzern, 17. Juli 2012
  31. 19,86 s A (1,6) Vereinigte Staaten Isiah Young, Des Moines, 23. Juni 2013
  32. 19,87 s (0,8) Vereinigte Staaten Lorenzo Daniel, Eugene, 3. Juni 1988
  33. 19,87 s A (1,8) Vereinigtes Konigreich John Regis, Sestriere, 31. Juli 1994
  34. 19,87 s (1,2) Vereinigte Staaten Jeff Williams, Fresno, 13. April 1996
  35. 19,87 s (-0,1) Sudafrika Anaso Jobodwana, Peking, 27. August 2015
  36. 19,88 s (-0,3) Vereinigte Staaten Floyd Heard, Sacramento, 23. Juli 2000
  37. 19,88 s (0,1) Vereinigte Staaten Joshua J. Johnson, Brüssel, 24. August 2001
  38. 19,88 s (0,3) Kanada Andre De Grasse, Toronto, 24. Juli 2015
  39. 19,88 s (-0,4) Turkei Ramil Quliyev, Zagreb, 8. September 2015
  40. 19,88 s (1,2) Antigua und Barbuda Miguel Francis, Kingston, 11. Juni 2016
  41. 19,89 s (-0,8) Brasilien Claudinei da Silva, München, 11. September 1999
  42. 19,89 s (1,3) Norwegen Jaysuma Saidy Ndure, Stuttgart, 23. September 2007
  43. 19,90 s (1,3) Jamaika Asafa Powell, Kingston, 25. Juni 2005
  44. 19,92 s A (1,9) Vereinigte Staaten John Carlos, Echo Summit, 12. September 1968
  45. 19,94 s (0,6) Sudafrika Wayde van Niekerk, Luzern, 14. Juli 2015
  46. 19,95 s (0,4) Vereinigtes Konigreich Nethaneel Mitchell-Blake, Tuscaloosa, 14. Mai 2016
  47. 19,96 s (-0,9) Vereinigte Staaten Kirk Baptiste, Los Angeles, 8. August 1984
  48. 19,96 s (0,4) Brasilien 1968 Robson da Silva, Brüssel, 25. August 1989
  49. 19,96 s (-0,3) Vereinigte Staaten Coby Miller, Sacramento, 23. Juli 2000
  50. 19,96 s (-0,4) Botswana Isaac Makwala, La Chaux-de-Fonds, 6. Juli 2014
  51. 19,96 s (1,1) Kanada Brendon Rodney, Edmonton, 10. Juli 2016

Frauen

Alle Läuferinnen mit einer Zeit von 22,19 Sekunden oder schneller. In Klammern: Wind in m/s. A=Zeit wurde unter Höhenbedingungen erzielt.

Letzte Veränderung: 11. Juni 2016

  1. 21,34 s (1,3) Vereinigte Staaten Florence Griffith-Joyner, Seoul, 29. September 1988
  2. 21,62 s A (-0,6) Vereinigte Staaten Marion Jones, Johannesburg, 11. September 1998
  3. 21,63 s (0,2) Niederlande Dafne Schippers, Peking, 28. August 2015
  4. 21,64 s (0,8) Jamaika Merlene Ottey, Brüssel, 13. September 1991
  5. 21,66 s (0,2) Jamaika Elaine Thompson, Peking, 28. August 2015
  6. 21,69 s (1,0) Vereinigte Staaten Allyson Felix, Eugene, 30. Juni 2012
  7. 21,71 s (0,7) Deutschland Demokratische Republik 1949 Marita Koch, Karl-Marx-Stadt, 10. Juni 1979
  8. 21,71 s (1,2) Deutschland Demokratische Republik 1949 Heike Drechsler, Jena, 29. Juni 1986
  9. 21,72 s (1,3) Jamaika Grace Jackson, Seoul, 29. September 1988
  10. 21,72 s (-0,1) Vereinigte Staaten Gwen Torrence, Barcelona, 5. August 1992
  11. 21,74 s (0,4) Deutschland Demokratische Republik 1949 Marlies Göhr, Erfurt, 3. Juni 1984
  12. 21,74 s (1,2) Deutschland Demokratische Republik 1949 Silke Gladisch-Möller, Rom, 3. September 1987
  13. 21,74 s (0,6) Jamaika Veronica Campbell-Brown, Peking, 21. August 2008
  14. 21,75 s (-0,1) Jamaika Juliet Cuthbert, Barcelona, 5. August 1992
  15. 21,77 s (0,6) Vereinigte Staaten Inger Miller, Sevilla, 27. August 1999
  16. 21,81 s (-0,1) Vereinigte Staaten Valerie Brisco-Hooks, Los Angeles, 9. August 1984
  17. 21,83 s (-0,2) Vereinigte Staaten Evelyn Ashford, Montréal, 24. August 1979
  18. 21,85 s (0,3) Deutschland Demokratische Republik 1949 Bärbel Wöckel, Potsdam, 21. Juli 1984
  19. 21,87 s (0,0) Russland Irina Priwalowa, Monaco, 25. Juli 1995
  20. 21,93 s (1,3) Vereinigte Staaten Pam Marshall, Indianapolis, 23. Juli 1988
  21. 21,95 s (0,3) Deutschland Demokratische Republik 1949 Katrin Krabbe, Split, 30. August 1990
  22. 21,97 s (1,9) Tschechoslowakei Jarmila Kratochvílová, Bratislava, 6. Juni 1981
  23. 21,99 s (0,9) Vereinigte Staaten Chandra Cheeseborough, Indianapolis, 19. Juni 1983
  24. 21,99 s (1,1) Frankreich Marie-José Perec, Villeneuve-d’Ascq, 2. Juli 1993
  25. 21,99 s (1,1) Jamaika Kerron Stewart, Kingston, 29. Juni 2008
  26. 21,99 s (1,9) Vereinigte Staaten Tori Bowie, Eugene, 28. Mai 2016
  27. 22,00 s (1,3) Jamaika Sherone Simpson, Kingston, 25. Juni 2006
  28. 22,01 s (-0,5) Bulgarien Anelija Nunewa, Sofia, 16. August 1987
  29. 22,01 s (0,0) China Volksrepublik Li Xuemei, Shanghai, 22. Oktober 1997 (Asienrekord)
  30. 22,01 s (0,6) Vereinigte Staaten Muna Lee, Peking, 21. August 2008
  31. 22,01 s (0,2) Vereinigte Staaten Candyce McGrone, Peking, 28. August 2015
  32. 22,04 s A (0,7) Vereinigte Staaten Dawn Sowell, Provo, 2. Juni 1989
  33. 22,05 s (0,8) Bahamas Shaunae Miller, Kingston, 11. Juni 2016
  34. 22,06 s A (0,7) Sudafrika 1928 Evette de Klerk, Pietersburg, 8. April 1989
  35. 22,07 s (-0,1) Nigeria Mary Onyali-Omagbemi, Zürich, 14. August 1996
  36. 22,07 s (0,2) Vereinigtes Konigreich Dina Asher-Smith, Peking, 28. August 2015
  37. 22,09 s (-0,3) Vereinigte Staaten Sanya Richards-Ross, New York, 9. Juni 2012
  38. 22,09 s (-0,2) Jamaika Shelly-Ann Fraser-Pryce, London, 8. August 2012
  39. 22,10 s (-0,1) Vereinigtes Konigreich Kathy Smallwood-Cook, Los Angeles, 9. August 1984
  40. 22,11 s (1,0) Vereinigte Staaten Carmelita Jeter, Eugene, 30. Juni 2012
  41. 22,11 s (0,1) Frankreich Myriam Soumaré, Brüssel, 5. September 2014
  42. 22,13 s (1,2) Polen Ewa Kasprzyk, Moskau, 8. Juli 1986
  43. 22,14 s (-0,6) Vereinigte Staaten Carlette Guidry-White, Atlanta, 23. Juni 1996
  44. 22,15 s (+1,0) Vereinigte Staaten Shalonda Solomon, Eugene, 26. Juni 2011
  45. 22,17 s A (-2,3) Ukraine Schanna Block, Monachil, 9. Juli 1997
  46. 22,18 s (-0,6) Vereinigte Staaten Dannette Young-Stone, Atlanta, 23. Juni 1996
  47. 22,18 s (0,9) Russland Galina Maltschugina, Sankt Petersburg, 4. Juli 1996
  48. 22,18 s (0,5) Jamaika Merlene Frazer, Sevilla, 25. August 1999
  49. 22,18 s (1,9) Vereinigte Staaten Dezerea Bryant, Eugene, 13. Juni 2015
  50. 22,19 s (1,5) Sowjetunion Natalja Botschina, Moskau, 30. Juli 1980
  51. 22,19 s (0,0) Bahamas Debbie Ferguson-McKenzie, Saint-Denis, 3. Juli 1999
  52. 22,19 s (+1,9) Vereinigte Staaten Kimberlyn Duncan, Des Moines, 7. Juni 2012
  53. 22,19 s (1,0) Russland Alexandra Fedoriwa, Tscheboksary, 6. Juli 2012

Einzelnachweise

  1. http://www.iaaf.org/mm/Document/06/28/89/62889_PDF_English.pdf IAAF Competition Rules 2012-2013, p. 148.
  2. Ewige Bestenliste der IAAF . Letzter Abgleich: 13. August 2013. Laufende Aktualisierung von tilastopaja.org .

Quellen

Siehe auch


Kategorien: Leichtathletikdisziplin

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