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1978


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1978
Der frühere italienische Ministerpräsident Aldo Moro wird von Roten Brigaden entführt und ermordet Papst Paul VI. stirbt nach 15-jährigem Pontifikat 81-jährig
Der bisherige Erzbischof von Krakau, Karol Wojtyła, wird nach dem kurzen Pontifikat Johannes Paul I. als Johannes Paul II. zum Papst gewählt Nach dem Militärputsch gegen Mohammed Daoud Khan wird Nur Muhammad Taraki (Bild) sein Nachfolger, worauf Afghanistan einen radikal-sozialistischen Weg einschlägt
1978 in anderen Kalendern
Ab urbe condita 2731
Armenischer Kalender 1426–1427
Äthiopischer Kalender 1970–1971
Badi-Kalender 134–135
Bengalischer Kalender 1384–1385
Berber-Kalender 2928
Buddhistischer Kalender 2522
Burmesischer Kalender 1340
Byzantinischer Kalender 7486–7487
Chinesischer Kalender
 – Ära 4674–4675 oder
4614–4615
 – 60-Jahre-Zyklus

Feuer -Schlange (丁 巳, 54 )–
Erde -Pferd (戊 午, 55 )

Französischer
Revolutionskalender
C LXXX VIC LXXX VII
186–187
Hebräischer Kalender 5738–5739
Hindu-Kalender
 – Vikram Sambat 2034–2035
 – Shaka Samvat 1900–1901
Iranischer Kalender 1356–1357
Islamischer Kalender 1398–1399
Japanischer Kalender
 – Nengō (Ära): Shōwa 53
 – Kōki 2638
Koptischer Kalender 1694–1695
Koreanischer Kalender
 – Dangun-Ära 4311
 – Juche-Ära 67
Minguo-Kalender 67
Olympiade der Neuzeit XX I
Seleukidischer Kalender 2289–2290
Thai-Solar-Kalender 2521

Während des ganzen Jahres 1978 wird die Oppositionsbewegung gegen das Schahregime im Iran stärker. Im Januar erscheint in der iranischen Zeitung Ettelā'āt ein Artikel über Ruhollah Chomeini, der bis dahin im Land totgeschwiegen wurde. Der exilierte Geistliche wird darin als „kommunistischer Verschwörer“ gebrandmarkt. Am 9. Januar kommt es in der Stadt Ghom zu Sympathiebekundungen der dortigen Studenten. Am 5. September – zu Beginn des Fastenmonats Ramadan – kommt es zu Kundgebungen im ganzen Land, wobei die Sicherheitskräfte mit äußerster Härte vorgehen und am 8. September, dem Schwarzen Freitag wahllos in die Menge feuern und dabei 68 Menschen töten. Während dessen zieht Chomeini von seinem Exil in Paris aus die Aufmerksamkeit der westlichen Medien auf sich.

In Afghanistan, dem nordöstlichen Nachbarland Irans, wird im April innerhalb der Saur-Revolution Präsident Mohammed Daoud Khan vom Militär gestürzt. Die neuen Machthaber, darunter Nur Muhammad Taraki rufen am 30. April die Demokratische Republik Afghanistan aus und bringen das Land auf einen radikal-sozialistischen Kurs. Das neue Regime wird rasch von der Sowjetunion und anderen Ostblockstaaten, darunter Bulgarien, bald aber auch von den USA offiziell anerkannt.

Im März wird der frühere zweifache italienische Ministerpräsident und Vorsitzender der Christdemokraten (Democrazia Cristiana), Aldo Moro von Roten Brigaden entführt. 54 Tage später, am 9. Mai, wird seine Leiche im Kofferraum eines in der Innenstadt Roms geparkten Autos gefunden.

Am 6. August stirbt Papst Paul VI. nach 15-jährigem Pontifikat in Castel Gandolfo. Die Entscheidung über seine Nachfolge scheint völlig offen. Spekulationen werden laut, wonach zum ersten Mal seit 400 Jahren wieder ein Nichtitaliener, vielleicht sogar ein Nichteuropäer Papst werden könnte. Als „papabile“ werden der Kuriendiplomat Sergio Pignedoli, Kardinalkämmerer Sebastiano Baggio und Kurienkardinal Pericle Felici genannt. Am 26. August schließlich fällt die Wahl auf den bisherigen Patriarchen von Venedig, Albino Kardinal Luciani, der als Johannes Paul I. zum Nachfolger Pauls VI. gewählt wird. Dass sein Pontifikat nach nur 33 Tagen völlig abrupt endet, lässt Gerüchte aufkommen. Aus dem folgenden Konklave geht am 16. Oktober der Pole Karol Wojtyła, Erzbischof von Krakau als Papst Johannes Paul II. hervor. Seine Wahl wird, nur drei Jahre nach Verabschiedung der Schlussakte von Helsinki, als politisches Signal an die kommunistische Welt verstanden.

Ereignisse

Jahreswidmungen

Politik und Weltgeschehen

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

  • 2. November: Namibia wird Mitglied in der UNESCO.
  • 3. November: Dominica wird unabhängig von Großbritannien.
  • 5. November: In Österreich ergibt eine Volksabstimmung 50,47 % Stimmen gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Zwentendorf, des ersten und einzigen kommerziellen Kernkraftwerks in Österreich. Die Brennelemente waren schon angeliefert.
  • 11. November: Maumoon Abdul Gayoom wird Staatspräsident auf den Malediven.
  • 23. November: der Genfer Wellenplan zur Neuordnung der Sendefrequenzen der Rundfunksender im Lang- und Mittelwellenbereich tritt in Kraft.
  • 25. November: Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Oman über wirtschaftliche und industrielle Zusammenarbeit
  • 27. November: Es wird die Gründung der Arbeiterpartei Kurdistans, PKK (Partîya Karkêren Kurdîstan) im Dorf Fis bei Landkreis Lice in Diyarbakir bekanntgegeben. Vor der Gründung war die Partei als „Apocular“ bekannt, die von 1974 bis 1978 ideologisch, politisch und soziologische Untersuchungen zu der kurdischen Gesellschaft durchführten. Gründer, Vorsitzender, Stratege und Ideologe der PKK ist seit der Gründung Abdullah Öcalan.
  • 29. November: In Bonn wird ein Protokoll über den Verlauf der innerdeutschen Grenze unterzeichnet, das die strittigen Abschnitte an der Elbe und der Bode ausklammert. Die gemeinsame Grenzkommission beider deutscher Staaten beendet mit diesem Ergebnis ihre Tätigkeit.

Dezember

Wirtschaft

Wissenschaft und Technik

Kultur

Gesellschaft

Religion

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Katastrophen

Geboren

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Tag unbekannt

Gestorben

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Tag unbekannt

Nobelpreise

Musik

Weblinks

 Commons: 1978  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Jahr (20. Jahrhundert) | 1978

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/1978 (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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