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Županovice u Dešné


Županovice

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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Jindřichův Hradec
Fläche: 446 ha
Geographische Lage:
Höhe: 512 m n.m.
Einwohner: 71 (1. Jan. 2016)[1]
Postleitzahl: 378 81
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Straße: Písečné - Dešná
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Luboš Bureš (Stand: 2007)
Adresse: Županovice 14
378 81 Slavonice
Gemeindenummer: 562424
Lageplan

Županovice (deutsch Zoppanz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 15 Kilometer südöstlich von Dačice (Datschitz) an der Grenze zu Österreich und gehört zum Okres Jindřichův Hradec (Bezirk Neuhaus). Die Gemeinde hat 67 Einwohner.

Geographie

Županovice befindet sich in den Hügeln östlich der Mährischen Thaya. Südlich des Dorfes verlaufen die Bunkerlinien des Tschechoslowakischen Walls.

Nachbarorte sind Chvalkovice im Norden, Dešná (Döschen) im Osten, Rancířov (Ranzern) im Südosten, Ziernreith im Süden, Unterpertholz im Südwesten, Písečné (Piesling) im Westen sowie Nové Sady und Marketa im Nordwesten.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Sopanowicz im Jahre 1320. Der Ort bestand zu dieser Zeit aus einer Siedlung und einem Lehngut des Bistums Olmütz. Nach einer Teilung gehörte der Ort bis zum Ende des 17. Jahrhunderts zu zwei unterschiedlichen Herrschaften und wurde dann zusammen mit Dešná Teil der Herrschaft Pullitz.

Einer der Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns nach dem Ersten Weltkrieg war die Tschechoslowakei. Sie beanspruchte auch die deutschsprachigen Gebiete Böhmens, Mährens und Österreichisch-Schlesiens für sich, obwohl deren Bewohner für einen Verbleib bei Deutschösterreich (später Österreich) plädierten. Der Vertrag von St. Germain [2] entschied zugunsten der Tschechoslowakei. Damit fiel auch die südmährische Ortschaft Zoppanz, deren Bewohner 1910 zu 84 % Deutschösterreicher waren, an diesen neuen Staat. Maßnahmen wie die Bodenreform, die Sprachenverordnung führten zu Spannungen innerhalb des Landes und im weiteren zum Münchner Abkommen 1938, das die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete (späterer Oberbegriff) an Deutschland regelte.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1945) kam die Gemeinde wieder zur Tschechoslowakei zurück. Am 7. Juni 1945 wurde Zoppanz, zeitgleich mit den umliegenden Orten, von ortsfremden militanten Tschechen besetzt. Sie nahmen Männer als Geiseln und vertrieben anschließend die Ortsbevölkerung und zuletzt die Geiseln über die Grenze nach Österreich. Alles private und öffentliche Vermögen der deutschen Ortsbewohner wurde durch das Beneš-Dekret 108 konfisziert und die katholische Kirche in der kommunistischen Ära enteignet. Eine Restitution ist seitens der Tschechischen Republik nicht erfolgt. [3]

1964 verlor der Ort seine Selbständigkeit und wurde nach Chvalkovice eingemeindet. 1976 erfolgte die Eingemeindung nach Dešná. Seit 1990 ist Županovice wieder eine selbständige Gemeinde.

Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Einwohner gesamt Volkszugehörigkeit der Einwohner
Jahr Deutsche Tschechen Andere
1880 122 116 6 0
1890 111 105 6 0
1900 104 104 0 0
1910 127 107 20 0
1921 123 101 21 1
1930 121 96 24 1

[4]

Gemeindegliederung

Für die Gemeinde Županovice sind keine Ortsteile ausgewiesen.

Literatur

  • Anton Kreuzer: Die Besiedlung des Raumes von Zlabings und Neubistritz: die Herren von Tierna, Geislingen, Steige 1973
  • Walfried Blaschka, Gerald Frodl: Die Kreises Neubistritz und Zlabings von A-Z, 2008, Zoppanz S.253
  • Bruno Kaukal: Die Wappen und Siegel der südmährischen Gemeinden. Knee, Wien 1992, ISBN 3-927498-19-X, Zoppanz S.264
  • Universität Giessen (Hrsg): Sudetendeutsches Wörterbuch Bd.1, 1988, ISBN 978-3-486-54822-8

Weblinks

 Commons: Županovice (Jindřichův Hradec District)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2016 (PDF; 371 KiB)
  2. Felix Ermacora: Der unbewältigte Friede: St. Germain und die Folgen; 1919 -1989 , Amalthea Verlag, Wien, München, 1989, ISBN 3-85002-279-X
  3. Alfred Schickel, Gerald Frodl: Geschichte Südmährens. Band III. Maurer, Geislingen/Steige 2001, Zoppanz S. 327, 331. ISBN 3-927498-27-0.
  4. Historický místopis Moravy a Slezska v letech 1848–1960, sv.9. 1984

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Županovice u Dešné (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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