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Żnin


Żnin

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Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Żnin
Fläche: 8,35 km²
Geographische Lage:
Höhe: 85 m n.p.m.
Einwohner: 14.171
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 88-400 bis 88-401
Kfz-Kennzeichen: CZN
Wirtschaft und Verkehr
Straße: GnieznoBydgoszcz
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 37 Ortschaften
Fläche: 251,55 km²
Einwohner: 24.485
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0419063
Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: Leszek Jakubowski
Adresse: ul. 700-lecia 39
88-400 Żnin
Webpräsenz: um.znin.pl

Żnin [ˈʒɲin] (deutsch Znin; Juni 1941–1945: Dietfurt) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Sie ist Verwaltungssitz des Powiats Żniński und hat etwa 14.000 Einwohner.

Geographische Lage

Żnin liegt beiderseits der Gąsawka (deut. Gonsawka) zwischen Jezioro Duże Żnińskie und J. Małe Żnińskie (deut. Großer und Kleiner Zniner See) etwa 30 km südwestlich von Bydgoszcz (Bromberg).

Geschichte

Die Entstehung des Ortes geht wahrscheinlich auf das 11. Jahrhundert zurück. Die älteste schriftliche Erwähnung findet sich in einem päpstlichen Dokument aus dem Jahr 1136, welches diesen und weitere 29 Orte in das Eigentum des Erzbischofs von Gnesen übergab (Erzbistum Gniezno). 1148 wurde in Żnin ein eigenes Bistum eingerichtet. Zu dieser Zeit war die Stadt auch Sitz einer Kastellanei. Als Datum der Erhebung zur Stadt wird manchmal 1272 angegeben, jedoch gingen die entsprechenden Dokumente schon im Mittelalter verloren. 1331 wurde Żnin von Deutschordensrittern niedergebrannt. Nach dem Wiederaufbau wurde die Stadt befestigt. König Kasimir der Große hielt sich mehrmals in Żnin auf und bestätigte die alten Privilegien der Stadt. Ab 1374 war Żnin auch eine bevorzugte Residenz der Erzbischöfe von Gnesen. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entvölkerten Pest, Hunger und wiederholte Brände die Stadt. Durch die Zweite Teilung Polens kam Żnin 1793 an Preußen. Während der Napoleonischen Zeit wurde sie 1807 Teil des Herzogtums Warschau, wurde aber vom Wiener Kongress 1815 erneut Preußen zugesprochen. 1919 kam die Stadt nach Posener Aufstand und Versailler Vertrag zurück an Polen.

Nach dem Polenfeldzug 1939 und der Wiederangliederung an das Deutsche Reich erhielt die Stadt den Namen Dietfurt.[2] Dort befand sich 1942 ein Lager für die Abteilung K 4 / 36 des Reichsarbeitsdienstes (RAD). Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region von der Roten Armee besetzt. Die Stadt wurde anschließend der polnischen Verwaltung übergeben.

Gmina

Zur Stadt- und Landgemeinde Żnin gehören die 37 Schulzenämter:

polnischer Name deutscher Name
(1815–1919)
deutscher Name
(1939–1945)
Białożewin Bialozewin
1901–1919 Bialoschewin
Heymannsdorf
Bożejewice Bozejewice
1901–1919 Boschwitz
1939–1943 Erxleben
1943–1945 Boschwitz
Bożejewiczki Bozejewiczki Brambach
Brzyskorzystew Brzyskorzystew
1901–1919 Birkenfelde
Birkenfelde
Brzyskorzystewko Brzyskorzystewko Erlhof
Cerekwica Cerekwica Seydlitz
Chomiąża Księża Geistlich Chomionza Eichgrund
Dobrylewo Gutenwerder Gutenwerder
Dochanowo Dochanowo Dolgen
Gorzyce Schöneck Schöneck
Jadowniki Bielskie Wartenberg Wartenberg
Jadowniki Rycerskie Jadownik 1939–1943 Bismarckswalde
1943–1945 Jaden
Januszkowo Januszkowo
1901–1919 Januschkowo
Bartelsheim
Jaroszewo Jaroschewo 1939–1943 Jarau
1943–1945 Garau
Kaczkowo Kaczkowo Dunen
Kaczkówko Kaczkowko
1873–1919 Sommerfeld
Sommerfeld
Kierzkowo Kierschkowo Schwerin
Murczyn Murczyn
1901–1919 Murtschin
Spindlersfelde
Murczynek Hohenkamp Hohenkamp
Nadborowo Nadborowo Birkholz
Paryż Paryz Frankenstein
Podgórzyn Podgorschin Brandhöft
Podobowice Podobowitz
1908–1919 Podau
1939–1943 Podau
1943–1945 Potthorst
Redczyce Rettschütz Rettschütz
Rydlewo Rydlewo Riedelshausen
Sarbinowo Sarbinowo Sarbenau
Sielec Sielec-Hufen Schielitz
Skarbienice Skarbienice
1908–1919 Skarbinitz
Skarben
Słabomierz Slabomierz Rosenfelde
Słębowo Slembowo Blüchersfelde
Sobiejuchy Sobiejuchy Niedersachsen
Sulinowo Sulinowo Teichhausen
Ustaszewo Kornthal Korntal
Uścikowo Wieneck Wieneck
Wawrzynki Lawrenzhof Lorenzhof
Wenecja Venetia Venetia
Wilczkowo Obersee Obersee
Wójcin Woycin Waldersee
Żnin Wieś Znin Wies eingemeindet zu Dietfurt

(Die deutschen Bezeichnungen stammen aus der preußischen Zeit, 1815–1919, und aus der Zeit der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg 1939–1945.)

Verkehr und Sehenswürdigkeiten

Die Stadt hatte einen Bahnhof an der Bahnstrecke Inowrocław–Drawski Młyn, in Żnin zweigte die Bahnstrecke Żnin–Szubin ab. Weiterhin bestanden an der ersten Strecke Halte in den Gemeindeteilen Jadowniki Rycerskie und Podobowice, an der zweiten in Jaroszewo. Darüber hinaus bestand die heute teilweise als Museumseisenbahn betriebene Zniner Kreisbahn. In der Nachbargemeinde Wenecja, durch die diese Bahnstrecke führt, befindet sich das Schmalspurbahnmuseum Wenecja. Ebenso wird die dortige Burgruine besucht.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Sport

Der Verein Baszta Żnin hat eine Abteilung für Motorbootrennsport, die seit 1979 regelmäßig jährlich ein Motorbootrennen auf dem kleinen See veranstaltet. Dabei geht es fast immer um Welt- und Europameistertitel. 2011 gewann hier erstmals ein deutscher Teilnehmer die Goldmedaille, Manuel Saueressig aus Brodenbach wurde Europameister der Klasse F-4S.

Literatur

Weblinks

 Commons: Żnin  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Am 12. Juni 1941 ordnete Reichsinnenminister Wilhelm Frick Namensänderungen für einige Städte in den vom Deutschen Reich annektierten Ostgebieten an ([1] )

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Żnin (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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