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Üsküdar


Üsküdar

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Basisdaten
Provinz (il): İstanbul
Landkreis (ilçe): Üsküdar
Koordinaten:
Telefonvorwahl: (+90) 212 (europäischer Teil)
(+90) 216 (asiatischer Teil)
Postleitzahl: 34 xxx
Kfz-Kennzeichen: 34
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Bürgermeister: Hilmi Türkmen (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Üsküdar
Einwohner: 534.970[1] (2014)
Fläche: 58 km²
Bevölkerungsdichte: 9.224 Einwohner je km²
Kaymakam: Mustafa Güler
Webpräsenz (Kaymakam):

Üsküdar ist die Hauptstadt des gleichnamigen Landkreises der türkischen Provinz İstanbul sowie ein Stadtteil auf der asiatischen Seite von İstanbul.

Geschichte

Der Ort ist wohl im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründet worden. In der Antike hieß der Ort Chrysopolis (griech. Χρυσόπολις, „goldene Stadt“), später dann Escutari, Skutarion oder Scutari, wovon sich der heutige Name Üsküdar ableitet. Chrysopolis war ein antiker Ort auf der Südseite des Bosporus gegenüber von Konstantinopel. Sein Hafen besaß in der Antike wie in der byzantinischen und osmanischen Zeit große Bedeutung als einer der wichtigsten Übergänge zwischen Kleinasien und Europa.

Obwohl er von Kaiser Justinian I. „die größte Stadt des Abendlandes“ genannt wurde, war er jedoch trotz dieser Bezeichnung nie Polis, sondern ein Teil der Stadt Chalkedon. Die Bedeutung des Namens Chrysopolis war schon im Altertum nicht mehr sicher erklärbar. Einige Quellen meinen, er gehe darauf zurück, dass die Perser hier eine Sammelstelle für Goldabgaben der griechischen Städte gehabt hätten. Häufiger aber ist die Erklärung, dass hier Chrysos begraben war.

Am 18. September 324 siegte hier Kaiser Konstantin I. mit seiner Flotte über Licinius in der Schlacht von Chrysopolis.

Das Kloster Chrysopolis ist dadurch bekannt, dass 613/14 (BBKL) bzw. 630 (Stadlers Heiligenlexikon) der ehemalige kaiserliche Sekretär Maximus der Bekenner dort eintrat und zum Abt gewählt worden ist. Er blieb dort, bis er 626 bzw. 640 vor den Persern nach Nordafrika fliehen musste.

Der byzantinische Kaiser Michael III. (842-867) wurde in Chrysopolis bestattet, dann aber von Leon VI. nach Konstantinopel übertragen.

1003 verbannte der Patriarch Sergios II. Symeon, den Jüngern bzw. den (neuen) Theologen, nach Chrysopolis, wo er sich beim Dorf Palutikon in einem verfallenen Oratorium, das der hl. Marina geweiht war, niederließ. Auch nach der Rehabilitation blieb er und baute dort ein neues Kloster.

Die türkische Erste Armee hat ihr Hauptquartier in der Selimiye-Kaserne (Selimiye Kışlası) in Üsküdar. Auch befindet sich hier das Surp Haç Ermeni Lisesi.

Üsküdar als asiatischer Stadtteil von Istanbul

Heute ist Üsküdar eine weitläufige Wohnstadt. Das Stadtbild mit alten Bauten ist gut erhalten. Darunter alte Moscheen, Medresen, islamische Bauten von Scheichs und Tarikats, welche noch benutzt werden. Von einem Hügel des Stadtteils, dem Çamlıca-Hügel (türk. Çamlıca Tepesi), der weithin an den darauf stehenden Antennenanlagen zu erkennen ist, hat man die schönste Aussicht über die ganze Stadt. Das Wahrzeichen Üsküdars ist der im Bosporus gelegene Leanderturm (türk.: Kız Kulesi), ein ehemaliger Leuchtturm, in dem sich heute ein Restaurant und ein Café befinden.

Im Viertel Selimiye befindet sich der Bahnhof Haydarpaşa Garı, an dem alle Züge aus östlicher Richtung enden. Dieser mit deutscher Hilfe erbaute Bahnhof war Ausgangspunkt der Bagdadbahn. Hier hatte Florence Nightingale während des Krimkrieges ihren Ruf als „Lady mit der Lampe“ errungen.

Im Viertel Harem, der an Selimiye angrenzt, befindet sich der zweite Busbahnhof Istanbuls. Von hier fahren großteils moderne Busse in fast alle Städte des anatolischen Teils der Türkei ab.

Viertel von Üsküdar sind (von Süden nach Norden) Selimiye, Harem, Kuzguncuk, Beylerbeyi, Çengelköy, Vaniköy und Kandilli.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Türkisches Institut für Statistik, 2014 (Memento vom 10. Februar 2015 auf WebCite), abgerufen 9. Mai 2015

Weblinks

 Commons: Üsküdar  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Üsküdar (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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