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Österreichische Landsmannschaft


Die Österreichische Landsmannschaft (ÖLM) ist ein österreichischer Vertriebenenverband und ist Nachfolgerin des 1938 aufgelösten „Deutschen Schulvereins“ (DSchV), der die deutschen Volksgruppen in den Kronländern der ehemaligen Österreichischen Reichshälfte durch Schulbauten förderte. Der Sitz der ÖLM befindet sich in Wien.

Geschichte

Die ÖLM wurde am 13. März 1952 als „Gemeinschaft nichtvertriebener Österreicher für die Heimatvertriebenen“ gegründet. Seit 1953 erscheint monatlich ihre Verbandszeitschrift der Eckartbote, im Juni 2002 in Der Eckart umbenannt.[1][2] Namensgeber ist, wie schon beim Vorgängerblatt des Schulvereins, der Wächter und Warner der deutschen Heldensage, der „getreue Eckart“ und nicht der nationalsozialistische Lyriker Dietrich Eckart.[3] Seit 1956 erscheint vierteljährlich die „Südpress“ als Beiblatt zum Eckartboten, wie auch „Thayawarte“ als Beiblatt erscheint.[1] Seit 1958 erscheinen ebenfalls vierteljährlich die „Eckartschriften“.[1][4]

1955 wurde der DSchV als Traditionsverband der ÖLM wiedergegründet, nahm aber die alten Tätigkeiten nicht wieder auf; diese gingen an die ÖLM über. Seit dem 25. Januar 1958 arbeitet die Österreichische Landsmannschaft mit dem 1957 von Mirko Jelusich gegründeten Allgemeinen Deutschen Kulturverband zusammen, der die Betreuung der deutschen Minderheiten in Übersee übernommen hatte.

1984 konnte die ÖLM durch zahlreiche Spenden das alte Schulvereinshaus in der Wiener Fuhrmannsgasse erwerben und dort zahlreiche Räume beziehen.

Heute ist die ÖLM mit „Schutzbünden“ in verschiedenen Ländern vernetzt und in den Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) eingebunden.

Arbeitskreis für Kultur und Geschichte

Eine Vorfeldorganisation der ÖLM ist nach Angaben des DÖW[5] der Österreichische Arbeitskreis für Kultur und Geschichte.[6] Dieser gab 1998 mit Engleutsch? Nein danke! eine sprachkritische Publikation aus dem Umfeld des Vereins Muttersprache heraus.[7] An der zweiten Auflage dieses Buches arbeiteten unter anderem auch Thomas Paulwitz und Stefan Micko mit; es wurde in der ersten Auflage circa 33.000 Mal verkauft.[8]

Kritik

Die Stiftung Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) bezeichnet die Österreichische Landsmannschaft als „rechtsextreme Organisation mit vordergründig humanitärer Ausrichtung, die vor allem im publizistischen Bereich beträchtliche Aktivitäten setzt und aufgrund ihrer ideologisch-kulturellen Tätigkeit eine wichtige integrative Funktion für das deutschnationale und rechtsextreme Lager erfüllt.“ Laut DÖW bestehen eine enge personelle und organisatorische Verknüpfung der ÖLM zur FPÖ sowie Kontakte zur NPD und anderen rechtsgerichteten Organisationen.[9]

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 (Schutzverein) Österreichische Landsmannschaft (ÖLM) - Publikationen , Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes
  2. (Schutzverein) Österreichische Landsmannschaft (ÖLM) , Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes
  3. Andrea Ilse Maria Reiter: Der „Eckartbote“ (1952–1982). Modell einer computergestützten Zeitschriftenanalyse als Beitrag zur Kritik völkisch-nationaler Ideologie (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik 144.) Heinz, Stuttgart 1985, ISBN 3-88099-148-0, S. 6
  4. Österreichische Landsmannschaft: Bisher erschienene Eckartschriften (Abgerufen am 30.März.2012)
  5. Österreichischer Arbeitskreis für Kultur und Geschichte , DÖW
  6. Zum Arbeitskreis für Kultur und Geschichte und dem Büchlein Engleutsch? Nein danke! siehe Kapitel 3.1.2.3 (S. 96-99) in: Falco Pfalzgraf (2006). Neopurismus in Deutschland nach der Wende. Frankfurt am Main [etc.]: Lang, 2006.
  7. Thomas Paulwitz, Stefan Micko: Engleutsch? Nein danke! Wie sag ich's auf deutsch? Ein Volks-Wörterbuch. 2. Auflage. Verein für Sprachpflege, 2000, ISBN 3-00-005949-0.
  8. Sprachwelt-Nachrichten , August 2000
  9. Kontakte der ÖLM , DÖW

Weblinks


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Österreichische Landsmannschaft (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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