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Österreichische Bundes-Sportorganisation


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Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist eine gemeinnützige Institution mit der Ausrichtung, die Interessen des Sports in Österreich und in internationalen Organisationen zu vertreten. Die BSO ist damit die zentrale Koordinations- und Beratungsplattform innerhalb des österreichischen Sportsystems.

Aufgaben

Im umfassenden Kompetenzbereich der Österreichischen Bundes-Sportorganisation liegen die Koordination der sportpolitischen Aktivitäten, Erbringung von Serviceleistungen für die Mitglieder, Vertretung der Anliegen des Sports gegenüber staatlichen Einrichtungen, Vertretung des österreichischen Sports in internationalen Gremien, Koordination der Fördereinrichtungen, Trainer- und Instruktorenausbildungen, Aus- und Fortbildung von Führungskräften, Entwicklung von Sportprojekten, Begutachtung und Erarbeitung von Gesetzes- und Verordnungsentwürfen, Information über sportrelevante Rechts- und Steuerangelegenheiten, Herausgabe von Publikationen, Erstellung von Dokumentationen und Datenbanken, Event- und Verbandsmarketing, Förderung von Fairness im Sport, insbesondere durch Maßnahmen gegen Doping, Gewalt und Rassismus und Verwaltung und Überprüfung der widmungsgemäßen Verwendung der besonderen Bundes-Sportförderungsmittel.

Die BSO ist in folgenden nationalen Sportinstitutionen vertreten:

  • Bundes-Sportförderungsfonds - Bundes-Sportkonferenz
  • Österreichisches Olympisches Comité (ÖOC)
  • Österreichische Sporthilfe
  • Nationale Anti-Doping Agentur Austria
  • Österreichisches Institut für Schul- und Sportstättenbau (ÖISS)
  • Österreichisches Institut für Sportmedizin (ÖISM)
  • Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB)
  • Konferenz der Landessportreferenten
  • Leistungssportzentrum Südstadt
  • Österreichischer Rat für Freiwilligenarbeit
  • Kontrollausschuss für die widmungsgemäße Verwendung, Abrechnung und Kontrolle der besonderen Bundessportförderungsmittel
  • Kontrollkommission
  • Österreichisches Olympia- und Sportmuseum
  • Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH
  • Bundesnetzwerk Sportpsychologie

Geschichte

  • 1946 Österreich im Wiederaufbau: ASKÖ und SPORTUNION legen die Basis für den Vereinssport nach dem Krieg
  • 1949 Gründung des Bundes-Sportrates und des Bundes-Fachrates, „12-Punkte-Forderungsprogramm“ zur Zielformulierung einer staatlichen Sportförderung, Einführung des Sporttotos
  • 1953 Experten erarbeiten eine Resolution zur Gründung einer vereinsrechtlich abgesicherten BSO
  • 1961 Das Haus des Sports wird eröffnet
  • 1964 Fach- und Sportrat schließen sich zusammen und gründen ein Exekutivkomitee
  • 1967 Die BSO-Geschäftsstelle wird im Haus des Sports eingerichtet, der erste offizielle Sportterminkalender wird herausgegeben
  • 1968 Fachrat und Sportrat verabschieden die Statuten der BSO
  • 1969 Am 26. April findet die feierliche Gründungssitzung der BSO im Wiener Rathaus statt
  • 1971 Premiere für den Fit-Lauf und Fit-Marsch, Gründung der Sporthilfe
  • 1973 Organisation der ersten Europäischen Sportkonferenz in Wien
  • 1974 Einführung der staatlichen Trainer- und Lehrwarteausbildung
  • 1976 Gründung des VMSB (später IMSB)
  • 1977 Einführung des Radwandertages, Aktion „Sport aktiv“
  • 1980 Einführung des Spielfestes, Aktion „Wanderbares Österreich“
  • 1982 Die BSO einigt sich mit dem Bundesheer in der Frage der HSNS, der Vereinserlass zur sportfreundlichen Besteuerung von Sportvereinen wird durchgesetzt
  • 1986 Das Toto wird in die österreichischen Lotterien eingegliedert
  • 1990 Gründung des Spitzensportausschusses, Verabschiedung des Sportstättenschutzgesetzes, Einrichtung eines Anti-Dopingkomitees
  • 1995 Österreich organisiert gemeinsam mit Ungarn die 12. Europäische Sportkonferenz in Wien und Budapest
  • 1999 Schule und Sportverein wollen zukünftig noch enger kooperieren
  • 2000 Die Ergebnisse der Studie „Sport 2000“ legen den Grundstein für die Arbeitsschwerpunkte im nächsten Jahrtausend
  • 2001 Die Studien „Sport & Gesundheit - eine sozio-ökonomische Analyse“, „Die wirtschaftliche Bedeutung des Sports“ sowie die „Ehrenamtsstudie“ belegen die enorme wirtschaftliche Bedeutung des Sports und der Sportvereine.

Organe und Gremien

Die BSO hat folgende Organe:

  • Österreichische Sportversammlung
  • Österreichischer Sportrat
  • Österreichischer Sportfachrat
  • Spitzensportausschuss
  • Präsidium
  • Rechnungsprüfer
  • Kontrollausschuss
  • Kontrollkommission
  • BSO-Sportjugend
  • Schiedskommission und Schiedsgericht

Präsident ist seit 2013 Herbert Kocher.

Mitglieder

In der BSO sind ordentliche und außerordentliche Mitglieder organisiert. Weiters gibt es unterstützende und Ehrenmitglieder.

Ordentliche Mitglieder:

  • Sportdachverbände
  • Sportfachverbände
  • Mehrspartenverbände (gesamtösterr. Organisationen mit besonderer Aufgabenstellung)

Außerordentliche Mitglieder:

  • Landessportorganisationen
  • Sonstige sportrelevante Organisationen

Unterstützende Mitglieder können natürliche oder juristische Personen sein, die den österreichischen Sport unterstützen, wie z. B. Fördereinrichtungen des österreichischen Sports oder sportwissenschaftliche Institute.

Auf Antrag des Präsidiums können von der Österreichischen Sportversammlung natürliche Personen, die sich um den gesamtösterreichischen Sport und insbesondere um die BSO besondere Verdienste erworben haben, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ehrenmitgliedschaft kann auch mit einer Ehrenfunktion verbunden werden.

Struktur

Angelegenheiten des Sports fallen in die verfassungsrechtliche Kompetenz der Bundesländer. Der Bund nimmt in erster Linie eine Förderkompetenz wahr, welche sich auf Artikel 17 des Bundesverfassungsgesetzes („Privatwirtschaftsverwaltung“) stützt. Die einfachgesetzliche Grundlage der Sportförderung durch den Bund bildet das Bundes-Sportförderungsgesetz.

Staatlicher Bereich

Im staatlichen Bereich sind auf Bundesebene das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport sowie das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung für die verschiedenen Aufgabenbereiche des Sports zuständig. Darüber hinaus können einzelne sportspezifische Sachbereiche auch in den Kompetenzbereich anderer Bundesministerien fallen (so etwa Jugend & Sport, Gewaltprävention bei Sportgroßveranstaltungen, etc.).

Da gemäß Artikel 15 B-VG Agenden des Sports in den verfassungsrechtlichen Wirkungsbereich der Bundesländer fallen, sind darüber hinaus neun Landessportdirektionen eingerichtet.

Nichtstaatlicher Bereich

Die Österreichische Bundes-Sportorganisation ist die nicht-staatliche Dachorganisation des österreichischen Sports und koordiniert Angelegenheiten des Sports mit den dafür zuständigen staatlichen Stellen. Die ordentlichen Mitglieder des BSO sind die drei Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion, die derzeit 60 anerkannten Fachverbände sowie der Österreichische Behindertensportverband, das Österreichische Olympische Comité, das Österreichische Paralympische Committee und die Special Olympics. Außerordentliche Mitglieder sind die Bundesländer, soweit sie ihre Mitgliedschaft erklären sowie gesamtösterreichische Verbände von besonderer Bedeutung (z. B. Österr. Betriebssportverband, Österr. Heeressportverband, etc.). Die ordentlichen Mitglieder besitzen ein Stimmrecht in den einzelnen Gremien der BSO, wie der Österreichischen Sportversammlung, dem Österreichischen Sportrat und dem Österreichischen Sportfachrat.

Schwerpunkte

Förderungsadministration und Abrechnungsberatung

Der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO) wurde vom Bund die Abwicklung und Kontrolle der Förderungen gemäß § 10 Abs. 1 Z 2 bis Z 4, der sogenannten Basisförderung, und Z 5 lit. a bis c übertragen. In Summe administriert die BSO damit ein Fördervolumen von rund 50 Millionen Euro. Dies entspricht über 60 % der Besonderen Bundes-Sportförderung. Zusätzlich zu den Aufgaben, die die BSO vom Bund im Bereich Förderungsadministration übernommen hat, bietet die BSO ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Serviceleistungen an. Neben dem Bereitstellen von Formularen, Richtlinien und Leitfäden für die Förderungsmittelabrechnung, berät die BSO-Geschäftsstelle ihre Mitglieder auch in den unterschiedlichsten Themenbereichen. Die persönlichen Beratungstätigkeiten der BSO-Geschäftsstelle werden mit regelmäßigen Fortbildungsangeboten von externen Experten ergänzt.

Fort- und Weiterbildung

Der BSO bieten allen im österreichischen Sport tätigen Personen, seien es Funktionäre, Mitarbeiter oder Trainer, die Möglichkeit zur Fort- und Weiterbildung. Der BSO Sportverein-Management-Kurs wurde seit seinem Start im Jahr 2002 von über 2.500 Teilnehmer absolviert. Geboten wird eine dreistufige praxisorientierte Weiterbildung für Vereinsfunktionäre, gegliedert in Basis, Kurs I und Kurs II. Diese Fortbildung bietet Wissen in den Bereichen Marketing/Management, Planung, Organisation, Rhetorik/Persönlichkeitstraining, Recht und Finanzen sowie in trainingswissenschaftlichen Grundlagen. Die Kurse I und II werden in Kooperation mit den Bundes-Sportakademien sowie mit den Dach- und Fachverbänden durchgeführt. Die BSO-Trainerfortbildungen stellen eine Informations- und Expertenplattform zur Behandlung von sport- und trainingswissenschaftliche Fragen dar. Regelmäßige Veranstaltungen ziehen Jahr für Jahr zahlreiche Experten an. Zusätzlich bietet die BSO allen Interessierten Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zu diversen Themen wie Medienworkshops, Kinderschutz, Ökologie oder Finanz- und Abrechnungsrichtlinien im Sport.

Soziales und Gesellschaft

Ein zentraler Themenschwerpunkt der Arbeit und des Aufgabenbereichs der BSO ist der Aspekt "Soziale Verantwortung und Gesellschaftspolitik". Die BSO sieht die Notwendigkeit, für Themen wie Integration und Inklusion, der Schutz von Kindern und Jugendlichen, die Ökologisierung des Sports im Sinne der Nachhaltigkeit, die geschlechtliche Gleichstellung im Sport, sowie das unbezahlbare freiwillige Engagement, ohne das der organisierte Sport in dieser Form nicht existieren könnte, ein Bewusstsein zu schaffen und den Sport als positiven Multiplikator zu nutzen.

Gesundheit und Jugend

Die Initiative für die „Tägliche Turnstunde“ 2012/13 war eine erfolgreiche Bewegung, um auf die Gesundheit unserer Kinder aufmerksam zu machen. Mit über 150.000 Unterstützern konnte das Bewusstsein geschaffen werden, wie wichtig tägliche Bewegungseinheiten für die Kinder und Jugendlichen sind. Die BSO konnte mit dieser Initiative eine breite Öffentlichkeit erreichen. Die österreichweite Bewegungsinitiative „Fit für Österreich“ wird in Kooperation von Sportministerium, BSO und den drei Dachverbänden AKSÖ, ASVÖ und SPORTUNION in ganz Österreich umgesetzt. Dabei werden die vielfältige und breite Vereinsinfrastruktur der Dachverbände genutzt und Synergien gezielt eingesetzt. Das „Fit für Österreich“-Qualitätssiegel stellt die hohen Standards der „Fit für Österreich“-Kriterien durch die Vereine sicher und steht für eine qualitative Aus- und Fortbildung der Übungsleiter der Bewegungsangebote.

Medienkooperationen und Veranstaltungen

Kooperationen mit Medien, Unternehmen und Initiativen stellen für die BSO einen zentralen Teil der Interessenvertretung des Sports dar. Um die Mitgliedsverbände und diverse Sportarten bestmöglich repräsentieren zu können, setzt sich die BSO dafür ein, durch Partnerschaften, Aktionen und Veranstaltungen die Werte und Anliegen des Sports an eine breite Öffentlichkeit zu kommunizieren.

Sport in der EU und Internationales

Dem Sport nicht nur national, sondern auch international eine Stimme zu geben, ist ein Ziel, das die BSO bereits seit vielen Jahren verfolgt. Die Partnerschaft mit dem EU Büro der Europäischen Olympischen Komitees stellt einen Informationsaustausch sowie eine Vertretung des Sports bei den Institutionen in Brüssel sicher.  

BSO Cristall Gala

Bei der BSO Cristall Gala werden jedes Jahr Österreichs beste Trainer, Funktionäre, Sportvereine und Sportbotschafter von der BSO gemeinsam mit dem Sportministerium ausgezeichnet. Außerdem gibt es einen Frauen-Power-Award. Alle Mitgliedsverbände der BSO und deren Vereine sind berechtigt, Persönlichkeiten und Projekte, die die Voraussetzungen erfüllen, für die jeweiligen Kategorien zu nominieren.

Weblinks


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