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Årø


Årø
An der Südseite der Insel formt die Ostsee eine Kliffküste
Gewässer Ostsee
 
Länge 4 km
Breite 3 km
Fläche 5,66 km²
Einwohner 155 (1. Januar 2016[1])
27 Einw./km²
Hauptort Årø

Årø (auch Aarø, deutsch Aarö), nicht zu verwechseln mit Ærø, ist eine dänische Insel im Kleinen Belt. Sie ist durch den 750 m breiten Årøsund vom süderjütischen Festland getrennt. Auf der vier Kilometer langen und drei Kilometer breiten Insel leben 155 Einwohner (1. Januar 2016 )[1].

Årø gehört zum Verband dänischer Kleininseln. Die Insel lebt von Tourismus und Landwirtschaft. Auf Årø befindet sich ein kleines Weinanbaugebiet (Årø Vingård), da das Klima in der dänischen Südsee mild und damit für den Weinbau geeignet ist. In der dazugehörigen Ø-Butikken (Inselladen) werden zum Beispiel Apfelmost, Balsamico, Marmelade und Bier von anderen dänischen Inseln wie Lilleø, Strynø, Avernakø, Fejø und Fur verkauft. Außerdem befinden sich auf der Insel eine Farm mit Galloway-Rindern sowie ein Campingplatz.

Auf der Insel wurden zwei besonders abwechslungsreiche Nehrungshaken unter Naturschutz gestellt: Die Halbinsel Årø Kalv auf der Ostseite und die Lagune Store Korsø auf der Westseite. Die Vogelschutzgebiete dürfen in der Brutzeit (1. April bis 15. Juli) nicht betreten werden.[2]

Geschichte

Im Mittelalter kam die kleine Insel in den Besitz des Bischofs von Schleswig. Eingepfarrt waren die Bewohner in die Kirchspielsgemeinde (dän.: Sogn) Øsby Sogn (deutsch Oesby). Nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurden die bischöflichen Besitzungen zum weltlichen Amt Schwabstedt zusammengefasst. Da dessen übrige Teile im ganzen Herzogtum Schleswig weit verstreut lagen, war es schwierig zu verwalten. Erst 1702 wurde es aufgehoben und Årø wurde wieder verwaltungs- und gerichtsmäßig der Harde Haderslev Herred in Haderslev Amt (deutsch Hadersleben) unterstellt, dem auch der Rest des Øsby Sogn unterstand. Erst 1749 kaufte der dänische König den herzoglichen Anteil an der Insel. Per Dekret vom 2. November 1750 wurde sie dann dem königlichen Anteil im Herzogtum Schleswig einverleibt. Über Årø verlief die Hauptpostverbindung von Haderslev und Årøsund hinüber nach Assens.

Der Deutsch-Dänische Krieg 1864 führte zur Abtretung des dänischen Lehens Herzogtum Schleswig sowie der in Personalunion vom dänischen König regierten Herzogtümer Holstein und Lauenburg von der dänischen Monarchie. 1867 wurden diese endgültig zu einer preußischen Provinz. Årø gehörte dem neu geschaffenen Kreis Hadersleben als eigenständige Landgemeinde an.

Beim Ostseesturmhochwasser am 13. November 1872 wurden 85 Prozent der Insel überschwemmt. Der Pegelstand erreichte etwa 3,5 m über dem normalen mittleren Hochwasser. In Årø By erinnert ein Gedenkstein an das Naturereignis.[3]

1905 erhielt man eine eigene kleine Kirche, die allerdings ein Annex zu Oesby blieb. Der Fährhafen Årøsund auf der anderen Seite des Sundes erhielt um 1900 Anschluss an die Haderslebener Kreisbahn, wodurch Årø auch touristisch zunehmend interessant wurde. Nach der Volksabstimmung von 1920, als Nordschleswig in das Königreich Dänemark eingegliedert wurde, wurden Haderslev Herred und Haderslev Amt wieder eingerichtet. Mit der dänischen Kommunalreform 1970 wurde Øsby Sogn Teil der Haderslev Kommune im Sønderjyllands Amt, die wiederum mit der nächsten Kommunalreform 2007 in der erweiterten Haderslev Kommune in der Region Syddanmark aufging.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer (dänisch)
  2. Geologisk set Nr. 205 Naturstyrelsen (dänisch)
  3. Geologisk set Nr. 205 Naturstyrelsen (dänisch)

Weblinks

 Wikisource: Aarö – Artikel der 4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon
 Commons: Årø  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Årø (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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